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Villa Oppenheim: Historische Anlage in Köln wird zu Luxus-Residenz

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Fotos: cc by wikimedia/ HOWI

In Deutschland gibt es einige wunderschöne historische Gebäude, die leider aus unterschiedlichen Gründen dem Verfall preisgegeben werden. Ein Anwesen, die Villa Oppenheim im Kölner Stadtteil Fühlingen, wird nun endlich gerettet und in eine luxuriöse Wohnanlage umgebaut.

Das historische Gut soll mit viel Aufwand und Liebe zum Detail in 35 Eigentumswohnungen aufgeteilt werden. Die Kleinste hat 45 Quadratmeter und kostet rund 150.000 Euro. Die Größte für 580.000 Euro soll eine Fläche von 165 Quadratmetern umfassen. Die Bauarbeiten beginnen demnächst und ein Teil der Wohnungen ist wohl bereits verkauft, schließlich handelt es sich um eine wunderschöne Lage im Grünen direkt am Fühlinger See.

Auf der anderen Seite erweckt dieser Umbau gerade das Medieninteresse, denn die Villa Oppenheim ist auch als „Spukhaus Fühlingen“ bekannt… Es soll sich um einen der Orte in Deutschland handeln, wo selbst ernannte Geisterjäger am meisten seltsame Phänomene registriert haben. Die neuen Eigentümer sind sich jedoch sicher, dass dies mit dem Umbau ein Ende haben wird.

1884 kaufte Eduard von Oppenheim, Sohn der bekannte Bankiersfamilie das Gelände und errichtete eine Pferderennbahn, Ställe, ein Gutsgebäude mit vier Flügeln und das Herrenhaus. Das Gelände eignete sich jedoch nicht zur Pferdehaltung und Oppenheim verkaufte es 1907. Die späteren Besitzer rissen die Pferderennbahn und alle dazugehörigen Gebäude ab. Nach und nach entstand dort der Fühlinger See.

In den folgenden Jahren wechselten die Besitzer immer wieder und es ranken sich zahlreiche (Spuk-)Geschichten um die Villa: Während der NS-Zeit soll im Keller beispielsweise ein Schlaflager für Zwangsarbeiter gewesen sein. Einer der Arbeiter fing etwas mit der Tochter des damaligen Besitzers an, der diesen, als er es erfuhr, erschlagen ließ. Sein Geist soll hier ebenso sein Unwesen treiben wie unter anderem der eines früheren hohen Nazirichters, der nach dem Krieg sein Amt nicht mehr ausüben durfte und sich daher im zweiten Stock des Hauses erhängte. Hoffen wir, dass dieser Spuk bald ein Ende hat.

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