Auktions-Weltrekord: Historisches Buch für 14 Millionen versteigert

Es gibt einige Bücher, die die Herzen von Geschichtsfans und Sammlern höher schlagen lassen. Die Preise für diese Werke sind in der Regel dementsprechend hoch. Das teuerste Buch der Welt ist der Codex Leicester, eine Sammlung von Schriften und Zeichnungen von Leonardo da Vinci, die Mitte der 1990er Jahre von Microsoft-Gründer Bill Gates für 30,8 Millionen Dollar erworben wurde. Der neue Auktionsrekord liegt zwar nicht einmal bei der Hälfte dieses Wertes, sorgt jedeoch trotzdem für Schlagzeilen.

Bei Sotheby’s in New York kam in diesen Tagen eine Ausgabe des „Bay Psalm Books“ unter den Hammer. Dabei handelt es sich wohl um das erste Buch, das auf dem Boden der heutigen USA gedruckt wurde. Die hebräischen Psalme wurden damals von puritanischen Siedlern übersetzt. Diese ließen 1.700 Exemplare für alle Familien drucken. Heute sind davon noch elf erhalten.

Experten schätzten den Preis auf 15 bis 30 Millionen Dollar. Am Ende kam das „Bay Psalm Book“ für 14,165 Millionen Dollar unter den Hammer. Auch wenn das Ergebnis unter den Erwartungen lag, so handelt es sich trotzdem um das teuerste Buch, das jemals bei einer Auktion seinen Besitzer wechselte. Der bisherige Rekord lag bei 11,5 Millionen Dollar für eine Ausgabe von „Birds of America“ von John James Audubon. Das „Bay Psalm Book“ ging an David Rubenstein, Mitbegründer der privaten Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group. Dieser will das Buch in Bibliotheken in den USA ausstellen und es dann einer von ihnen als dauerhafte Leihgabe überlassen.

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