Titanic: Geige von Orchesterchef kommt unter den Hammer

Wallace Hartley cc by wikimedia/ Bluedustmite

Wallace Hartley cc by wikimedia/ Bluedustmite

Im März dieses Jahres berichteten wir über die bestätigte Echtheit eines legendären Musikinstruments: Es handelte sich um die Geige, die der Orchesterchef auf dem sinkenden Kreuzfahrtschiff Titanic „bis zuletzt“ gespielt haben soll. Nun ist klar, dass sie zunächst ausgestellt und dann versteigert werden soll.

Die Geige gehörte Wallace Hartley, dem Chef des achtköpfigen Orchesters. Er erhielt das Instrument von seiner Freundin Maria Robinson als Verlobungsgeschenk. Als die Titanic im April 1912 sank, soll das Orchester bis zum letzten Moment gespielt haben. Keiner der Musiker überlebte. Zehn Tage später wurde Hartleys Leiche zusammen mit seinem Violinenkasten samt Instrument geborgen.

Die Violine wurde seiner Verlobten zurückgegeben. Nach ihrem Tod im Jahr 1939 ging das Instrument an die Heilsarmee und wurde später von einer Familie gekauft, die das gute Stücke Jahrzehnte lang auf dem Dachboden lagerte, wo es offenbar fast schon in Vergessenheit geriet. Vor sieben Jahren entdeckte man es wieder, ließ es prüfen und in diesem Frühjahr konnte endlich die Echtheit offiziell bestätigt werden. Bis zum 13. Oktober 2013 wird die Geige des Orchesterchefs nun im Museum „Titanic Belfast“ zu sehen sein, bis sie dann am 19. Oktober in Wiltshire in Südwestengland unter den Hammer kommt. Ihr Wert wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Spielbar ist sie übrigens nicht mehr, auch wenn sie, bis auf zwei Risse, noch in einem sehr guten Zustand ist.

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