Oldtimer in Norditalien

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Schon zweimal hatten wir das Vergnügen, rein zufällig zeitgleich mit einer dort stattfindenden Rallye den Urlaub in Oberitalien zu verbringen. Zum ersten Mal trafen wir auf der Passerpromenade in Meran auf die heimkehrenden Oldtimer der „Südtirol Classic“. Für die Schätze auf vier Rädern, die dort einliefen, konnte es gar keinen besseren Rahmen geben als die altehrwürdige Kurort-Architektur rundum.

Einige der beteiligten Fahrzeuge hatten wir nie zuvor gesehen, nicht einmal auf Abbildungen. Besonders lebhaft ist mir ein „Delahaye“ in Erinnerung wegen seines spaßigen Antriebs: Eine Art Fahrradkette, nur viel dicker, frei unter dem Fahrzeug verlaufend zwischen Motor und Hinterachse. Einige der Fahrzeuge trafen wir tags darauf auf dem Karerpaß wieder an. Hier ging es weit weniger entspannt zu als auf der Promenade. Mancher Oldtimer und mancher Fahrer waren arg gefordert von Steigungen bis zu 14%.

Ebenso zufällig liefen wir in Trient in die Autoshow während der“ Oldtimer Rallye ADAC Trentino Classic“. Die teilnehmenden Fahrzeuge waren sonntags vormittags für interessierte Zuschauer auf dem Burgvorplatz aufgereiht. Auch hier waren alle denkbaren Typen vertreten: Der „Gangster-Citroen“ ebenso wie alte Jaguar-Modelle und die versammelte Eleganz der dreißiger Jahre, aber auch mancher urige Kleinwagen bis hin zum Kabinenroller.

Bei den letzteren fragte man sich ernsthaft, wie sie denn wohl hochalpine Steigungen bewältigen sollten. Und auch hier war es wieder das Zusammenspiel von der Oldtimerflotte und der Umgebung mit uraltem Straßenpflaster und historischen Gemäuern rundum, das einen so besonderen Eindruck hinterließ.

Auch für den Oldtimerfan, der sich wie wir auf die Rolle des Zuschauers beschränkt, sind beide Veranstaltungen empfehlenswert.

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