Wo kauft man Profifarbe und warum funktioniert sie anders als Drogerieware?
Professionelle Haarfarbe und Colorationen aus dem Supermarktregal unterscheiden sich nicht nur im Pigmentanteil, sondern vor allem im Prinzip: Die Drogerievariante liefert Farbe und Entwickler in einem festen Verhältnis, ohne Spielraum. Im Profisortiment werden beide Komponenten getrennt gekauft und im vorgegebenen Verhältnis gemischt, meist 1:1 oder 1:1,5, je nach Linie. Erst dadurch lässt sich steuern, wie stark aufgehellt und wie intensiv deponiert wird. Bei e-trena.de sind Farbe, Oxidationsmittel, Aufheller und Zubehör wie Färbepinsel, Farbschale und Folie in einer Kategorie gebündelt, was den Abgleich der Komponenten erleichtert.
Welche Haarfarbe kauft man: permanent, semipermanent oder Toner?
Die Produktkategorie ergibt sich aus dem Ziel, nicht aus dem Wunschton. Permanente Farben wie Wella Professionals Koleston Perfect ME+, Schwarzkopf Professional Igora Royal oder L’Oréal Professionnel Majirel öffnen die Schuppenschicht, lagern Pigment im Cortex ein und decken graue Haare vollständig ab. Sie brauchen zwingend ein Oxidationsmittel, dessen Konzentration über die Aufhellleistung entscheidet: 1,9 Prozent für Ton-in-Ton-Ergebnisse, 6 Prozent als Standard für Grauabdeckung und ein bis zwei Stufen Aufhellung, 9 oder 12 Prozent für stärkere Aufhellungen. Wella Professionals Welloxon Perfect und die Creme-Emulsionen von Londa decken diese Abstufungen ab.
Wer die Haarstruktur schonen möchte, greift zu ammoniakfreien Alternativen. L’Oréal Professionnel INOA arbeitet mit der ODS2-Technologie, bei der ein Ölträgersystem das Ammoniak ersetzt, Schwarzkopf Professional Igora Vibrance und Goldwell Colorance deponieren semipermanent an der Haaroberfläche und im äußeren Cortexbereich. Sie waschen sich über 20 bis 30 Haarwäschen aus, hinterlassen keinen harten Ansatz und eignen sich deshalb für alle, die eine Farbe erst einmal testen wollen.
Der eigentliche Star des Sommers ist jedoch der Haartoner. Toner verändern nicht die Farbtiefe, sondern die Nuance: Sie neutralisieren unerwünschte Untertöne über das Prinzip der Komplementärfarben, weshalb violette Pigmente Gelbstich und blaue Pigmente Orangestich ausgleichen. Fanola No Yellow Glow & Glossy, Schwarzkopf Professional BlondMe Pastel Toning oder Matrix Tonal Control Pre-Bonded arbeiten in dieser Logik. Besonders interessant sind saure Toner wie der BlondMe Glow Toner, die im leicht sauren Milieu arbeiten und die Schuppenschicht dabei glätten, statt sie erneut aufzuquellen.
Balayage, Babylights und warme Blondtöne: die Techniken der Saison
Technisch dominieren 2026 die weichen Verläufe. Balayage bleibt gefragt, wird aber feiner gepinselt und häufiger mit warmen Karamell- und Honignuancen kombiniert statt mit eiskaltem Platin. Für die Aufhellung selbst kommen staubfreie Pulver wie Matrix Light Master, das bis zu acht Töne aufhellt, oder Londa Blondoran zum Einsatz. Staubfreie Formulierungen sind dabei ein Thema des Arbeitsschutzes: Beim Anmischen entstehen sonst feine Partikel, die eingeatmet werden können.
Nach dem Aufhellen folgt fast immer ein Toning-Schritt. Goldwell Colorance Gloss Tones oder Matrix Super Sync setzen den finalen Unterton, sei es kühles Aschblond oder ein warmes, sonnengeküsstes Beige. Bei brünettem Haar zeigt sich derselbe Trend zur Wärme: Kupfer- und Karamellreflexe über Revlon Professional Revlonissimo Colorsmetique oder Alfaparf Evolution of the Color Cube, die sich präzise mischen und dadurch gezielt dosieren lassen.
Vegan, ammoniakfrei, schonend: worauf die Formeln zusteuern
Ein Blick auf die Filter im Profisortiment zeigt, wohin sich der Markt bewegt: Ein erheblicher Teil der aktuellen Colorationen ist inzwischen als vegan gekennzeichnet, darunter Revlon Revlonissimo Color Sublime und Alfaparf Evolution of the Color Cube. Parallel wächst die Gruppe der Bond-Systeme, die während des Färbens oder Blondierens Disulfidbrücken im Haar schützen. Marken wie Matrix mit der Pre-Bonded-Technologie oder Wella mit Blondorplex integrieren diesen Schutz direkt in die Formel, statt ihn als separaten Zusatz zu verkaufen.
Die Farbe hält nur so lange wie die Pflege danach
Frisch coloriertes oder blondiertes Haar verliert im Sommer schneller an Leuchtkraft als zu jeder anderen Jahreszeit. UV-Strahlung baut Farbpigmente ab, Chlor lagert sich in aufgehelltem Haar ein und kann bei Kupferrückständen im Poolwasser sogar zu einem Grünstich führen, Salzwasser entzieht zusätzlich Feuchtigkeit. Wer das Ergebnis über Wochen halten will, plant deshalb von Anfang an eine Nachbehandlung ein: ein farbschützendes Shampoo mit UV-Filter, eine ansäuernde Spülung nach dem Färben und im Idealfall ein Leave-in vor jedem Bad im Meer oder im Freibad. Wenige Minuten pro Woche entscheiden darüber, ob die Trendfarbe bis in den Herbst trägt oder schon im August ausgewaschen wirkt.

Grischa schreibt über die Welt des modernen Luxus – mit einem besonderen Fokus auf High-End-Technologie, außergewöhnliche Automobile und kulinarische Erlebnisse. Ihn interessieren Produkte, bei denen Ingenieurskunst, Design und Performance auf höchstem Niveau zusammenkommen. Ob leistungsstarke Fahrzeuge, innovative Gadgets oder besondere Gourmet-Adressen: Entscheidend sind für ihn Qualität, Präzision und Charakter. Luxus bedeutet für ihn nicht nur Exklusivität, sondern vor allem Substanz, Handwerk und technische Raffinesse. Mit diesem Blick richtet er seine Aufmerksamkeit auf Entwicklungen, die Stil, Technologie und Genuss auf besondere Weise verbinden.





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