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Muttermilchschmuck – Ein Schmuckstück der besonderen Art

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Muttermilchschmuck – Ein Schmuckstück der besonderen Art

Innovationen in der Schmuckindustrie gibt es alle Jahre mal wieder. Aber selten tragen sie eine besondere Bedeutung wie dieser Trend: das Herstellen von Schmuck aus Muttermilch. Was für manche vielleicht befremdlich klingt, ist tatsächlich hübsch anzusehen. Die milchig weißen Perlen können mit Edelmetallen kombiniert werden, um edle Schmuckstücke zu kreieren, denen man ihre Herkunft nicht unbedingt anmerkt. Als Mutter aber hat man immer das Andenken über die Nähe zu ihrem Kind. So funktioniert die Herstellung von Muttermilchschmuck:

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten von Muttermilch

Gesunde Mütter produzieren mehr Milch, als der Säugling tatsächlich braucht. Überflüssige Milch muss man deshalb aber nicht entsorgen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Milch zu verwerten:

  • Mütter, die viel Muttermilch produzieren und nicht wissen, wohin damit, können ihre Muttermilch spenden. Da die Muttermilch den Kindern dabei hilft, sich gesund zu entwickeln, gehört die Versorgung mit Muttermilch für frühgeborene und kranke Säuglinge in Kliniken sogar zu den finanziell gedeckten Leistungen durch Krankenkassen.

Aber auch außerhalb der Krankenhäuser gibt es immer mehr Milchbanken, die um Spenden bitten, um unterversorgte Kinder ernähren zu können. Muttermilchbanken sammeln die Milch gesunder Mütter für Kinder ohne Mütter oder Kinder, deren Mütter aus diversen Gründen nicht genug oder keine Muttermilch produzieren können.

  • Zu Hause kann man die Milch für die Hautpflege und als Badezusatz nutzen. Sie wirkt feuchtigkeitsspendend und beruhigend und kann so dabei helfen Babyakne, den wunden Po oder trockene Haut zu pflegen. Dafür trägt man die Milch auf die betroffene Stelle auf oder gibt einen Esslöffel in das warme Badewasser.
  • Bei der Umstellung von Milch zu Babybrei hilft es, wenn man den bekannten Geschmack nutzt und die Milch für die Zubereitung von Breien anwendet. Manche benutzen sie sogar für den Haushaltsputz.
  • Neben diesen pragmatischen Zwecken bleibt der Muttermilchschmuck. Seit jeher erlaubt das Stillen eine anhaltende Nähe zwischen der stillenden Mutter und ihrem Kind. Diese Nähe und das Weitergeben von nährenden Stoffen sind die natürliche Weiterführung der Schwangerschaft, bei der man seinen Körper nutzt, um dem Kind Obhut zu geben, es zu schützen und bei seiner Entwicklung zu unterstützen.

Dieses Geben, der Nahrungsaustausch und die Nähe bilden eine starke Bindung zwischen Mutter und Kind, an die sich viele gerne zurückerinnern. Der Muttermilchschmuck kreiert ein Andenken an diese besondere Zeit.

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Was man für den Muttermilchschmuck benötigt

Den Muttermilchschmuck kann man leicht zu Hause selbst machen. Alles, was es dafür braucht, ist etwas Muttermilch und das passende Zubehör. Dieses gibt es meist in vorgefertigten Sets für bestimmte Schmucktypen zu kaufen, beispielsweise bei Milchfee.de. Die Muttermilchschmuck-Kits enthalten:

  • Ohrstecker, Halsketten, Anhänger oder sonstige Träger
  • Silikonformen für die Muttermilch-Perlen oder -Anhänger
  • Harz & Härter als Trägermaterial für die Muttermilch
  • Einspritznadel und Spritzen für die Dosierung von Harz, Härter und Muttermilch
  • Mischbecher
  • Handschuhe
  • Rührstab und Dosierhölzchen
  • Kleine Juwelierbohrer für Befestigungslöcher

Zusätzlich sollte man Werkzeuge wie Nagelschere, -feile und Sekundenkleber (flüssig) zur Hand haben. Sie sind nicht im Kit enthalten. 

Muttermilchschmuck selbst machen – So funktioniert’s

Je nachdem, ob man Ohrringe, Kettenanhänger oder sonstige Schmuckteile herstellen möchte, benötigt man unterschiedliche Mengen an Muttermilch. Üblicherweise reichen 15 ml bis 20 ml für ein Kit. Die Muttermilch muss nicht frisch sein und kann auch an mehreren Tagen gesammelt werden. Wichtig ist es nur, dass sie direkt im Gefrierfach landet, bis man sie benutzen möchte.

  1. Zu Beginn legen wir die Werkzeuge bereit. Dazu gehören:
    • Mischbecher
    • Silikonformen
    • Spritzen
    • Harz & Härter
    • Dekoelemente wie Glitzer
    • Messbecher
    • Handschuhe
    • Holzspachtel
  2. Die Milch wird aus dem Gefrierfach entnommen und in einem Topf auf dem Herd sanft erwärmt, bis sie flüssig ist. Dabei sollte sie mindestens einmal gut verrührt werden.
  3. Die Milch wird nach dem Erwärmen in den Kühlschrank gestellt, um sie abzukühlen. Nimmt man sie heraus, sollte sich die Fettschicht deutlich an der Oberfläche abgesetzt haben.
  4. Die Milch unter der Fettschicht wird mit der passenden Spritze aufgezogen, bis das Fett übrigbleibt. 
  5. Jetzt werden die Handschuhe angezogen. In der Mischschale werden Harz und Härter mit den jeweiligen Spritzen anhand der Vorgaben dosiert und gemischt.
  6. Das Fett wird mit dem Holzspachtel zu der Harz-Härter-Mischung gegeben und gut untergemischt. Mischt man zu wenig, entstehen Schlieren in der fertigen Perle. Das kann aber auch ein gewollter Effekt sein.
  7. Die Harz-Mischung wird in die jeweiligen Silikonformen gefüllt. Bei Bedarf kann man sie nun mit Dekoelementen wie Blattgold oder Glitzer vermischen. Sanftes Klopfen an der Unterseite hilft dabei, Luftbläschen aus der Masse an die Oberfläche zu treiben.
  8. Nach 24 Stunden ist das Harz ausgehärtet und kann entnommen werden.
  9. Danach kann man es begutachten, scharfe Kanten mit der Feile sanft entfernen und entsprechend der Anleitung mit den Bohrern Löcher hinzufügen, um sie an den Ohrsteckern oder ähnlichem befestigen zu können. Dabei hilft der Sekundenkleber.

Die endgültige Farbgebung hat der Schmuck erst nach rund einer Woche, bis das Harz wirklich vollständig gehärtet ist.

Pflege des Muttermilchschmucks

Der Muttermilchschmuck ist leicht zu pflegen. Für ein langes Leben sollte man den Kontakt mit Flüssigkeiten vermeiden. Vor allem Salzwasser und Schweiß können den Perlen schaden. Das Gleiche gilt für aggressive oder ätzende Stoffe und Chemikalien.

Ist der Schmuck dreckig, kann er mit einem Mikrofaser- oder Baumwolltuch gereinigt werden. Nimmt man ihn ab, sollte er weder in vollständiger Dunkelheit noch in der Sonne gelagert werden. Eine offene Schale, die vor UV-Strahlung geschützt ist, verhindert Vergilbungen.  

Fazit

Muttermilchschmuck ist ein schönes Andenken an eine ganz besondere Zeit und die starke Bindung zwischen Mutter und Kind. Mit Muttermilchschmuck-Sets bekommt man jedes Zubehör, das man dafür braucht, um den Schmuck selbst herzustellen. Mit Muttermilch, Harz und Silikonformen kann man individuelle Schmuckstücke herstellen. Wer viel Muttermilch einfriert und die Einmalwerkzeuge nachkauft, kann damit immer wieder Muttermilchschmuck herstellen, der dem aktuellen Geschmack entspricht.

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