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Gehstock: Der edle Spazierstock ist zurück als Luxus-Accessoire aus Holz und Silber

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Nicht nur manche Modestile sind scheinbar zeitlos, sondern hin und wieder sogar Accessoires. Das gilt zumindest für den guten alten Spazierstock. Bestimmte Berühmtheiten konnte man sich einfach nicht ohne ihren Stock vorstellen. Jetzt sind Spazierstöcke, die für Stil und auch Luxus stehen, wieder im Trend. Das liegt nicht nur an Prominenten, die sich damit sehen lassen. Gutes hat sich eben bewährt und kann nicht nur nützlich sei. Als Zeichen von Stil und Eleganz macht der Stock noch immer etwas her. Außerdem gibt es ihn in allerlei Varianten, womit der eigene Typ betont werden kann.

Kult-Spazierstock: Charlie Chaplin ging nicht ohne
Welche Person, die wir alle kennen, ist oder war praktisch mit ihrem Stock verwachsen? Richtig – Charlie Chaplin. Diese humorige Kunstfigur gibt es einfach nicht ohne den berühmten Spazierstock. Auch wenn er ihn häufig eher für seine Späße benutzt denn als Gehhilfe, so wäre Chaplin ohne dieses Accessoire nicht der Echte gewesen.

Gleichzeitig zeigt er noch heute damit, dass der Herr der bürgerlichen Schicht zu dieser Zeit einfach stets zum Stock griff. Erst einmal wurden früher noch vermehrt Wege zu Fuß zurückgelegt, so dass Stöcke tatsächlich das Gehen leichter machten. Andererseits konnte man sich damit sogar verteidigen, falls sich eine Gefahrensituation ergab. Von dieser Seite betrachtet, kann unser heutiger Eindruck von Gebrechlichkeit beim Anblick eines Gehstockes leicht zerstreut werden. Auch der Dandy Oscar Wilde machte den Stock zu seiner Zeit als Zeichen der Elite und des Individualismus berühmt. So präsentierte er sich damit stets elegant und gut gekleidet.

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Gehstock: Aufrechter Gang für alle
Seine Blütezeit hatte der Gehstock im 18. und 19. Jahrhundert. Anfangs statteten sich die Adelshäuser damit aus, aber bald schon war das Accessoire auch für Bürger, die etwas auf sich hielten, alltäglich. Männer wie Frauen gingen damit nicht nur spazieren, sondern auch in mondäne Bäder. Der Gang war damit aufrechter und selbstbewusster, so dass manchem Mann eine Frau mit Stock nicht ganz geheuer erschien – erst recht, wenn noch eine Zigarette in der Hand dazukam.

Alternativ konnte auch ein Regenschirm als Gehstock dienen. Möglicherweise fühlten sich Frauen damit auch weniger schutzlos. Denn als Waffe diente der Stock den Herren zu verschiedenen Zeiten der Geschichte. Zur Zeit der industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Stock noch einmal einen richtigen Hype. Denn er wurde durch die Massenanfertigung nun günstiger für das Volk. So konnte sich jede/r beim Spaziergang wie einst der Adel fühlen.

Spazierstöcke aus teuren Materialien gab es für die Betuchten aber noch immer. So hatten diese Accessoires dann silberne Grippe oder Knäufe. Schnitzereien waren ebenso ein Zeichen von Luxus. In der Antike hatten noch einfache Äste zum Abstützen gedient.

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Luxus-Gehstöcke: Teure Exemplare für die Upper class
Zu den teuersten Stöcken gehörten einst die in Russland von Carl Fabergé hergestellten. Aber auch in den US-amerikanischen Tiffanystudios wurden luxuriöse Varianten produziert. Für Sammler sind diese Exemplare noch heute von großem Wert. Dazu kommt, dass Spazierstöcke wieder sehr im Kommen sind.
Ein Grund dafür sind sicher einige Weltstars wie Brad Pitt oder George Clooney, die einen Stock zur Hand nahmen und dabei gesichtet wurden. Heute gibt es allerdings recht individuelle Varianten und nicht nur elegant kann es dabei zugehen. Stöcke mit Totenkopf oder anderen ausgefallene Formen aus Silber oder anderen kostbaren Materialien geben dem Gesamtbild das gewisse Etwas. Mit der Alterung der Gesellschaft wird vielleicht auch der klassische, edle Spazierstock wieder vermehrt zum Alltag gehören.

Spazierstock-Sammlung im Schweinfurter Museum
Anfang 2019 gab es die Ausstellung „Spazierlust“ im Schweinfurter Museum Georg Schäfer, die sich dem Thema annahm. 50 besondere Spazierstöcke waren dort ausgestellt und zogen internationale Sammler an. Thomas Dennerlein hat diese Sammelleidenschaft schon seit fast 30 Jahren und stellte Spazierstöcke aus der Zeit zwischen 1700 und 1930 aus.
Dass die Accessoires auch immer ein wichtiges Zeichen von Prestige und/oder Reichtum waren, wurde bei einem Rundgang durch die Sammlung deutlich. Ein Indiz dafür sind natürlich auch viele Bilder der Kunst, zum Beispiel von Carl Spitzweg, auf denen Stöcke eine wichtige Rolle innehaben. In Schweinfurt waren Gehstöcke aus allen möglichen Materialien zu sehen, nämlich aus Silber und Holz sowie auch mal aus Elfenbein oder gar Walhorn.
Praktisch waren manche dieser Utensilien ebenso, denn sie hatten eine Uhr oder ähnlich Nützliches integriert. Ein Highlight der Sammlung war sicherlich ein Stock Salvador Dalís aus der berühmten Werkstatt Fabergé.

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