Ein Hund, für dessen Versorgung zwölf Millionen Dollar vorgesehen waren. Ein Kater, dem ein Vermögen von sieben Millionen Pfund zugutekommen sollte. Und Karl Lagerfelds berühmte Katze Choupette, die angeblich Millionen erben sollte – doch sieben Jahre nach dem Tod des Modeschöpfers offenbar noch immer auf das Geld wartet.
Die Geschichten der reichsten Tiere der Welt klingen teilweise so absurd, dass man sie kaum glauben möchte. Manche sind tatsächlich passiert, andere wurden über Jahrzehnte ausgeschmückt oder sogar komplett erfunden. Besonders die Geschichte eines angeblich 400 Millionen Dollar schweren Schäferhundes zeigt, wie weit die Inszenierung eines tierischen Millionenerben gehen kann.
Dabei erzählen diese außergewöhnlichen Erbschaften nicht nur von Luxus und Geld, sondern auch von Einsamkeit, Tierliebe, enttäuschten Angehörigen und dem Wunsch, einen geliebten Begleiter über den eigenen Tod hinaus abzusichern.
Daisy: Warum Rudolph Moshammers Hündin keine Millionenerbin wurde
In Deutschland dürfte kaum ein Haustier so berühmt gewesen sein wie Daisy, der Yorkshire Terrier des Münchner Modedesigners Rudolph Moshammer.
Wer Moshammer kannte, kannte auch Daisy. Die kleine Hündin begleitete den exzentrischen Modeschöpfer zu gesellschaftlichen Veranstaltungen, Fototerminen und öffentlichen Auftritten. Während ihr Besitzer mit auffälligen Frisuren, extravaganten Anzügen und einem unverwechselbaren Auftreten die Münchner Schickeria prägte, wurde Daisy selbst zu einer kleinen Berühmtheit.
Sie trug Schleifen, ließ sich in edlen Taschen transportieren und gehörte zu Moshammers öffentlichem Erscheinungsbild wie seine aufwendig inszenierten Outfits.
Die Bindung zwischen beiden ging allerdings weit über einen modischen Auftritt hinaus. 1998 erschien sogar das Buch Bekenntnisse einer Hundedame, in dem Moshammers Leben aus Daisys Perspektive erzählt wurde.

Rudolph Moshammer gemeinsam mit seiner Hündin Daisy.
Von B. Erdödy – Photography of author, original description page was here., CC BY-SA 3.0, Link
Was Daisy nach Moshammers Tod tatsächlich bekam
Als Rudolph Moshammer im Januar 2005 ermordet wurde, stellte sich schnell eine ungewöhnliche Frage: Was würde aus seiner geliebten Hündin werden?
Gerüchte über ein Millionenerbe machten die Runde. Tatsächlich hatte der Modedesigner testamentarisch vorgesorgt, allerdings auf andere Weise.
Sein langjähriger Chauffeur und Vertrauter Andreas Kaplan erhielt die Aufgabe, sich um Daisy zu kümmern. Zu den ihm zugedachten Leistungen gehörten nach damaligen Medienberichten unter anderem eine Wohnung und finanzielle Zuwendungen.
Die Versorgung der Hündin war damit abgesichert. Daisy selbst wurde jedoch keine direkte Millionenerbin.
Ein wesentlicher Teil des Nachlasses ging an andere Begünstigte, darunter Moshammers Stiftung für obdachlose Menschen.
Am 24. Oktober 2006 starb Daisy im Alter von 13 Jahren. Ihre Geschichte zeigt, wie eng die Bindung zwischen Hunden und ihren Besitzern sein kann – und dass es bei solchen Erbschaften häufig weniger um das Geld geht als um die Gewissheit, dass der geliebte Vierbeiner auch nach dem eigenen Tod gut versorgt ist.
Choupette: Karl Lagerfelds Luxuskatze und das ungeklärte Millionenerbe
Wenn es ein Haustier gab, das die internationale Luxuswelt perfekt verkörperte, dann war es Choupette, die berühmte Birma-Katze von Karl Lagerfeld.
Der 2019 verstorbene Modeschöpfer machte aus seiner tierischen Begleiterin eine regelrechte Stilikone. Choupette wurde fotografiert, professionell betreut und entwickelte eine Bekanntheit, von der manche Models nur träumen können.
Während gewöhnliche Hauskatzen auf dem Sofa schlafen, gehörten bei Choupette exklusive Reisen, eigene Betreuerinnen und aufwendige Fotoshootings zum Alltag.
Lagerfeld ließ ihre Gewohnheiten dokumentieren und sorgte dafür, dass die Katze rundum versorgt wurde.
Dass Choupette beinahe ebenso viel öffentliche Aufmerksamkeit erhielt wie ihr Besitzer, passte zu einem Designer, der Mode stets auch als große Inszenierung verstand. Legendär blieb beispielsweise seine Chanel-Supermarkt-Show während der Paris Fashion Week.
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Sieben Jahre nach Lagerfelds Tod fehlt offenbar noch immer das Geld
Nach Lagerfelds Tod im Februar 2019 wurde viel über sein Vermögen spekuliert. Immer wieder hieß es, Choupette solle über entsprechende Vorkehrungen finanziell abgesichert werden.
In Medienberichten kursierten Beträge zwischen rund 1,5 und vier Millionen Dollar.
Doch im Juni 2026 nahm diese Geschichte eine überraschende Wendung.
In einer ausführlichen Recherche des US-Magazins The Atlantic erklärte Choupettes langjährige Betreuerin Françoise Caçote, dass sie bis dahin keine Auszahlung aus dem erwarteten Erbe erhalten habe.
Mehr als sieben Jahre nach Lagerfelds Tod war die finanzielle Angelegenheit damit offenbar noch immer nicht abschließend geklärt.
Caçote berichtete außerdem, juristische Unterstützung eingeschaltet zu haben, um die Wünsche des verstorbenen Designers durchzusetzen.
Choupette lebt weiterhin bei ihrer Betreuerin in Paris. Die Katze wird professionell vertreten und ist gelegentlich an kommerziellen Projekten beteiligt.
Die oft wiederholte Behauptung, Choupette habe längst ein Millionenvermögen geerbt, ist somit nicht belegt. Ob und in welcher Höhe künftig Geld für ihre Versorgung aus Lagerfelds Nachlass fließt, bleibt offen.
Die Marke Karl Lagerfeld lebt derweil auch ohne ihren Gründer weiter. Mit der Frühjahr-Sommer-Kampagne 2026 mit Paris Hilton zeigt das Modehaus, wie stark der Name bis heute mit internationalem Glamour verbunden ist.
Blackie: Der Kater, für den sieben Millionen Pfund vorgesehen waren
Während Choupettes angebliches Millionenerbe weiter Fragen aufwirft, ist die Geschichte des britischen Katers Blackie deutlich besser dokumentiert.
Sein Besitzer Ben Rea war ein vermögender Antiquitätenhändler, der zurückgezogen in einem herrschaftlichen Anwesen im englischen Dorney lebte.
Seine große Leidenschaft galt Katzen. Zeitweise teilte er sein Zuhause mit insgesamt 15 Tieren. Blackie war der letzte Überlebende dieser außergewöhnlichen Katzengemeinschaft.
Als Rea im Mai 1988 starb, hinterließ er ein Vermögen von rund sieben Millionen britischen Pfund.
Statt seine Angehörigen großzügig zu bedenken, hatte er sich für eine ungewöhnliche testamentarische Regelung entschieden.
Der Großteil seines Vermögens ging an drei Tierschutzorganisationen, die im Gegenzug für Blackies Versorgung verantwortlich sein sollten.
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Bis heute ein offizieller Guinness-Rekord
Guinness World Records führt Blackie als reichste Katze der Welt. Der damalige Nachlass entsprach laut Guinness ungefähr 12,5 Millionen US-Dollar.
In einem Rückblick von 2023 bezifferte die Rekordorganisation den inflationsbereinigten Wert sogar auf rund 18,5 Millionen Pfund.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen der berühmten Schlagzeile und der juristischen Wirklichkeit.
Blackie erhielt das Geld nicht persönlich auf ein Bankkonto. Es wurde den Tierschutzorganisationen zugewendet, verbunden mit der Verpflichtung, den Kater bis an sein Lebensende zu betreuen.
Die Geschichte ist deshalb nicht weniger bemerkenswert. Schließlich entschied sich ein wohlhabender Mann dafür, einen großen Teil seines Lebenswerks zugunsten seines Katers und des Tierschutzes einzusetzen.
Tommasino: Vom verlassenen Straßenkater zum Immobilienmillionär
Nicht jeder vermeintliche Millionenerbe wird in eine wohlhabende Familie hineingeboren.
Der italienische Kater Tommasino begann sein Leben Berichten zufolge als ausgesetztes Tier auf den Straßen Roms.
Dort wurde er von Maria Assunta aufgenommen, einer wohlhabenden älteren Frau, die eine besonders enge Beziehung zu dem Kater entwickelte.
Als Assunta 2011 im Alter von 94 Jahren starb, hinterließ sie ein Vermögen, das italienische Medien auf rund zehn Millionen Euro schätzten.
Der Nachlass umfasste unter anderem Immobilien in Rom und Mailand, Grundstücke und Bankguthaben.
Allein eine Villa im exklusiven römischen Wohngebiet Olgiata machte deutlich, in welchen finanziellen Dimensionen sich die Erbschaft bewegte.
Die Pflegerin wurde zur Begünstigten
Maria Assunta wollte sicherstellen, dass ihr geliebter Tommasino auch nach ihrem Tod gut versorgt sein würde.
Nach Berichten der italienischen Zeitung La Repubblica sollte das Vermögen einer geeigneten Person oder Organisation zugutekommen, die sich um den Kater und den Tierschutz kümmern würde.
Schließlich fiel die Wahl auf eine Pflegerin namens Stefania, die Assunta während ihrer letzten Lebensphase betreut hatte.
Sie sollte die Verantwortung für Tommasino übernehmen und die mit dem Vermögen verbundenen Verpflichtungen erfüllen.
Der Kater erbte also nicht selbst zehn Millionen Euro. Sein Wohlergehen war vielmehr der zentrale Zweck der testamentarischen Regelung.
Aus einem einst verlassenen Straßenkater war trotzdem einer der berühmtesten tierischen Begünstigten Europas geworden.
Trouble: Der Hund, dem ein Gericht zehn Millionen Dollar strich
Die Geschichte von Trouble, einem kleinen weißen Malteser, gehört zu den spektakulärsten Erbschaftsfällen der amerikanischen High Society.
Seine Besitzerin war Leona Helmsley, eine milliardenschwere Hotel- und Immobilienunternehmerin aus New York.
Helmsley war für ihren luxuriösen Lebensstil ebenso bekannt wie für ihren schwierigen Charakter. Mit ihrer Familie verband sie nicht immer ein harmonisches Verhältnis.
Ihren Hund dagegen liebte sie offenbar bedingungslos.
Als Helmsley im August 2007 starb, enthielt ihr Testament eine Überraschung: Für Trouble waren zwölf Millionen US-Dollar in einem Treuhandfonds vorgesehen.
Zwei ihrer Enkel gingen zunächst leer aus.
Ein kleiner Hund sollte damit finanziell besser abgesichert werden als manche Menschen aus der eigenen Familie.
100.000 Dollar im Jahr allein für den Sicherheitsdienst
Troubles Lebenshaltungskosten waren selbst für die New Yorker Luxusgesellschaft außergewöhnlich.
Nach damaligen Medienberichten bezifferte sein Betreuer die jährlichen Ausgaben auf rund 190.000 Dollar.
Allein etwa 100.000 Dollar sollten auf Sicherheitsmaßnahmen entfallen. Hinzu kamen rund 8.000 Dollar für Fellpflege, 1.200 Dollar für Futter sowie weitere Kosten für Betreuung und medizinische Versorgung.
Der Sicherheitsdienst hatte einen ernsten Hintergrund: Nach Bekanntwerden des Erbes soll es Drohungen gegen den Hund gegeben haben.
Doch die ursprünglich vorgesehenen zwölf Millionen Dollar blieben nicht vollständig für Trouble reserviert.
2008 wurde sein Treuhandfonds im Rahmen einer gerichtlichen Entscheidung auf zwei Millionen Dollar reduziert.
Zehn Millionen Dollar weniger – und trotzdem noch eine Summe, die für eine außergewöhnlich komfortable Versorgung ausreichte.
Trouble starb 2011.
Seine Geschichte zeigt, wie schnell aus der Liebe zu einem Haustier ein Streit um riesige Vermögenswerte werden kann.
Dass Hunde überhaupt mit solchen Summen in Verbindung gebracht werden, ist dabei nur eine Seite des luxuriösen Tierlebens. Schon bei der Anschaffung können außergewöhnliche Preise entstehen, wie ein Blick auf die teuersten und seltensten Hunderassen der Welt zeigt.
Gunther: Der angeblich reichste Hund der Welt und die erfundene Gräfin
Ein deutscher Schäferhund, der Hunderte Millionen Dollar besitzen soll. Dazu Luxusimmobilien, eigenes Personal und angeblich sogar eine Villa, die einst Madonna gehörte.
Die Geschichte von Gunther, dem vermeintlich reichsten Hund der Welt, klang lange wie ein modernes Märchen.
Über Jahre wurde behauptet, der Hund habe sein Vermögen von einer deutschen Gräfin namens Karlotta Liebenstein geerbt.
Nach ihrem Tod sollte ein gewaltiges Vermögen zunächst an Gunther und später an weitere Hunde derselben Blutlinie übergehen.
Die Geschichte wurde immer größer. Irgendwann war von rund 400 Millionen US-Dollar die Rede.
Medien rund um den Globus berichteten über den außergewöhnlichen Vierbeiner. Der angebliche Hunde-Millionär wurde zum Symbol für einen Lebensstil, der selbst Hollywoodstars neidisch machen könnte.
Nur gab es ein entscheidendes Problem.
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Die angebliche Millionenerbschaft war erfunden
Im Jahr 2023 veröffentlichte Netflix die Dokumentarserie Gunther’s Millions und beschäftigte sich darin ausführlich mit der ungewöhnlichen Geschichte.
Dabei wurde deutlich, dass die angebliche deutsche Gräfin gar nicht existierte.
Maurizio Mian, der Unternehmer hinter dem Gunther-Projekt, räumte ein, dass wesentliche Teile der ursprünglichen Erzählung erfunden waren.
Hinter dem Namen Gunther standen vielmehr Unternehmen, Immobiliengeschäfte und ein sorgfältig aufgebautes öffentliches Image.
Die Geschichte war so überzeugend, dass sogar Guinness World Records den Schäferhund zeitweise als Rekordhalter geführt hatte.
Bereits 1999 wurde dieser Status jedoch wegen fehlender Belege aufgegeben.
Die vermeintliche 400-Millionen-Dollar-Erbschaft war also keine authentische Geschichte eines Hundes, der plötzlich ein riesiges Vermögen erhielt.
Bemerkenswert bleibt, wie lange sich diese Erzählung hielt. Sie zeigt, dass eine spektakuläre Geschichte über Reichtum und Luxus manchmal mehr Aufmerksamkeit bekommt als die Frage, ob sie überhaupt stimmen kann.
Lulu: Fünf Millionen Dollar für ein ganz normales Hundeleben
Während Gunthers Geschichte auf geschickter Inszenierung beruhte, hatte die amerikanische Border-Collie-Hündin Lulu tatsächlich einen Besitzer, der umfangreich für ihre Zukunft vorsorgen wollte.
Bill Dorris war ein erfolgreicher Geschäftsmann aus Tennessee, der beruflich viel unterwegs war.
Während seiner Reisen kümmerte sich seine langjährige Freundin Martha Burton um Lulu.
Als Dorris Ende 2020 starb, hatte er in seinem Testament festgelegt, dass fünf Millionen US-Dollar in einen Treuhandfonds für die Versorgung seiner Hündin fließen sollten.
Burton sollte sich weiterhin um Lulu kümmern und angemessene Ausgaben für ihre Pflege aus dem Fonds erstattet bekommen.
Als die Geschichte im Februar 2021 bekannt wurde, sorgte sie international für Schlagzeilen.
Dabei führte Lulu kein Leben zwischen Privatjets, Luxushotels und exklusiven Modenschauen.
Für die Hündin standen ihre vertraute Umgebung und die gewohnte Betreuung im Mittelpunkt.
Ob der Fonds im Zuge der Nachlassabwicklung schließlich vollständig mit den vorgesehenen fünf Millionen Dollar ausgestattet wurde, ließ sich aus den damaligen Berichten nicht abschließend bestätigen.
Die Geschichte verdeutlicht dennoch, dass hinter außergewöhnlich hohen testamentarischen Zuwendungen nicht zwangsläufig der Wunsch nach einem extravaganten Lebensstil steckt.
Manchmal soll das Geld schlicht garantieren, dass sich für das geliebte Tier möglichst wenig verändert.
Die reichsten Tiere der Welt im Überblick
Die Geschichten von Blackie, Trouble, Tommasino und den anderen berühmten Haustieren zeigen, wie unterschiedlich tierische Millionenerbschaften tatsächlich ausfallen können.
| Tier | Bekannt gewordener Betrag | Was tatsächlich dahintersteckt |
|---|---|---|
| Gunther, Schäferhund | Angeblich 400 Mio. US-Dollar | Ursprüngliche Erbschaftsgeschichte erfunden |
| Blackie, Kater | 7 Mio. britische Pfund | Nachlass überwiegend an Tierschutzorganisationen mit Betreuungsauflage |
| Tommasino, Kater | Rund 10 Mio. Euro | Vermögen zugunsten seiner Versorgung an eine Betreuungsperson |
| Trouble, Malteser | Ursprünglich 12 Mio. US-Dollar | Treuhandfonds gerichtlich auf 2 Mio. Dollar reduziert |
| Lulu, Border Collie | 5 Mio. US-Dollar vorgesehen | Testamentarisch angeordneter Betreuungsfonds |
| Choupette, Birma-Katze | Angeblich 1,5 bis 4 Mio. US-Dollar | Auszahlung laut Betreuerin Mitte 2026 ausgeblieben |
| Daisy, Yorkshire Terrier | Kein belegtes eigenes Millionenerbe | Versorgung durch testamentarische Regelung gesichert |
Wichtig: Die Beträge stammen aus unterschiedlichen Jahren und Währungen. Nicht alle Summen wurden tatsächlich ausgezahlt. Die Übersicht zeigt bekannte Erbschaftsgeschichten und keine Rangliste persönlicher Tiervermögen.
Können Hunde und Katzen überhaupt Millionen erben?
Was in Schlagzeilen häufig wie eine ganz normale Erbschaft dargestellt wird, ist juristisch deutlich komplizierter.
In Deutschland können Haustiere nicht selbst als Erben eingesetzt werden. Ein Hund oder eine Katze ist rechtlich keine Person und damit auch nicht erbfähig.
Wer seinem Haustier nach dem eigenen Tod ein sorgenfreies Leben ermöglichen möchte, kann allerdings entsprechende Vorkehrungen treffen.
Beispielsweise lässt sich eine vertraute Person im Testament bedenken und mit der Auflage verpflichten, für das Tier zu sorgen.
Auch andere rechtliche Konstruktionen können infrage kommen.
In verschiedenen US-Bundesstaaten existieren spezielle Treuhandregelungen für Haustiere, sogenannte Pet Trusts. Damit kann Geld zweckgebunden für Futter, Unterbringung, tierärztliche Versorgung und Betreuung bereitgestellt werden.
Der Fall Trouble zeigt allerdings, dass solche Regelungen nicht zwangsläufig unangetastet bleiben. Gerichte können unter bestimmten Voraussetzungen auch die Höhe der bereitgestellten Mittel überprüfen.
Wer also liest, eine Katze habe zehn Millionen Euro geerbt, sollte genauer hinsehen. Häufig hat nicht das Tier selbst ein Vermögen erhalten, sondern eine Person oder Organisation, die für seine Versorgung verantwortlich ist.
Was die Millionenerben über ihre berühmten Besitzer verraten
Sieben Millionen Pfund für die Versorgung eines Katers. Zwölf Millionen Dollar für einen Malteser. Ein ungeklärtes Millionenerbe für die wohl berühmteste Katze der Modewelt.
Die Geschichten der reichsten Tiere der Welt sind auf den ersten Blick vor allem eines: außergewöhnlich unterhaltsam.
Doch hinter den gigantischen Summen stecken oft sehr menschliche Entscheidungen.
Ben Rea vertraute den Tierschutzorganisationen offenbar mehr als seinen eigenen Angehörigen. Leona Helmsley wollte sicherstellen, dass ihr geliebter Trouble weiterhin erstklassig versorgt wurde. Rudolph Moshammer sorgte dafür, dass Daisy bei einem vertrauten Menschen bleiben konnte.
Und Karl Lagerfeld machte Choupette zu einer kleinen Ikone, deren Berühmtheit seinen eigenen Tod überdauerte.
In einer Welt, in der Reichtum häufig über exklusive Immobilien, wertvollen Schmuck oder kostspielige Luxusreisen definiert wird, wirken diese Erbschaften besonders ungewöhnlich.
Vielleicht verraten sie aber mehr über ihre Besitzer als über die Tiere selbst.
Denn während Menschen mit Geld Macht, Status und gesellschaftliche Anerkennung verbinden, dürfte einem Hund oder einer Katze vor allem eines wichtig sein: ein vertrauter Mensch, der sich kümmert.
Fazit: Millionenvermögen, große Tierliebe und erstaunliche Täuschungen
Die berühmtesten Tiererben der Welt zeigen, wie außergewöhnlich der Umgang mit einem großen Vermögen sein kann.
Blackie wurde dank eines millionenschweren Nachlasses zum Guinness-Rekordhalter. Trouble verlor im Rahmen einer gerichtlichen Entscheidung zehn Millionen Dollar seines ursprünglich vorgesehenen Treuhandvermögens. Daisy wurde lebenslang versorgt, ohne selbst Millionen zu erben.
Und während Choupettes angebliches Erbe noch immer Fragen aufwirft, stellte sich Gunthers Geschichte vom reichsten Hund der Welt sogar als große Erfindung heraus.
Was bleibt, sind faszinierende Geschichten über Menschen, die ihre Haustiere manchmal stärker in ihre Zukunftsplanung einbeziehen als ihre eigenen Angehörigen.

Ruxandra beschäftigt sich intensiv mit Mode, Luxus und zeitgenössischem Stil. Ihr besonderes Interesse gilt hochwertigen Materialien, ikonischem Design und den Marken, die den Begriff Luxus neu definieren. Sie beobachtet internationale Trends ebenso wie die Entwicklung moderner Street- und Designerlabels und verbindet dabei klassische Eleganz mit aktuellen Einflüssen aus Fashion und Kultur.




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