Liberace: Glitzer und Glamour und das dahinter

cc by wikimedia/ Allan warren

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Seit wenigen Tagen läuft auch in Deutschland der hoch gelobte Film „Behind the Candelabra“ (deutscher Titel: „Liberace: Zu viel des Guten ist wundervoll“). In dem angeblich letzten Film von Regisseur Steven Soderberg brillieren Michael Douglas und Matt Damon in für sie untypischen Rollen und nehmen uns mit in eine Welt voller Prunk, Glamour, Trash und allem, was dahinter steht.

Liberace war zunächst einmal ein technisch perfekter Pianist, der es in Las Vegas zu wahrem Kultstatus schaffte. Viele behaupteten, dass nur Elvis ihm das Wasser reichen konnte. Er selbst liebte es auf der Bühne zu klotzen: er ließ sich schon mal mit einem Rolls-Royce direkt auf die Bühne fahren, breitete dort seine ausladenden Kostüme aus und setzte sich mit großer Geste ans Klavier. Dazwischen gab er den schmierigen Conferencier.

Sein Problem war seine Homosexualität, die er zu seiner Zeit verbergen musste und die sein konservatives Publikum offenbar nicht bemerkte oder nicht bemerken wollte. So blickt der Film hinter die Kulissen und auf seine für beide zerstörerische Beziehung mit seinem Toy-Boy. Zu erwähnen sind zudem Rob Lowe als fragwürdiger Schönheitschirurg und Dan Aykroyd als fieser Manager. Ein Film, der nach jeder Menge Protz und Trash klingt, dies an den entsprechenden Stellen auch einhält, der aber eben weit tiefer geht. Unbedingt ansehen!

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