Die unendliche Genusswelt hochwertiger Weine

cc by flickr/ Mr. T in DC

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„Wein auf Bier, das rat´ ich dir. Bier auf Wein, das lass sein.“ Diese Redewendung verwendet man heute noch. Dabei hat sie ihre Bedeutung mittlerweile komplett geändert. Früher war das kein Hinweis für bessere Verträglichkeit, sondern bedeutete etwas ganz anderes. Bier war billig, Wein war teuer. Es ging folglich gegen die gute Etikette, wenn ein Weintrinker sich derart als Alkoholiker bloßstellte, dass er aus Geldmangel auf das billigere Bier umsteigen musste. Daher: „Bier auf Wein, das lass sein.“ Heute stellt man sich ja lustigerweise vor, dieses Sprichwort verweist darauf, dass Bier auf Wein zum Kater führt.

Wein hat allerdings (dem Sinn des Sprichworts folgend) immer noch ein besseres Ansehen als Bier. Man stelle sich einen Wein- und einen Bierkenner vor. Der Bierkenner wird mit Bayern, Weisswurscht und Schnurrbart assoziiert. Der Weinkenner hingegen hat ein Monokel, philosophiert über Camus´ Idee des Absurden und spuckt sein edles Getränk in einen vornehmen Eimer. Bezeichnend ist: beide Kenner wirken antiquiert. Keiner von beiden bestellt seinen Wein online. Doch nicht etwa deshalb, weil sie dem Internet misstrauen, sondern weil der Weinkenner eben ein Monokel trägt und das Internet noch nicht kennt, der Bierkenner jedoch, weil er sich nicht für so a neumodisch G´schwätz interessiert.

Dabei ist Sarkasmus nicht unbedingt angebracht. Wein und Bier kann man zwar online bestellen, aber jeder weiß, dass man vorher seine Marke kennen muss. Der größte Urlaubsspaß ist eigentlich immer, wenn man bei einem Winzer anhält und seine kümmerlichen Kenntnisse rausholt, um an bisschen Freiwein zu kommen. Bei diesen feierlichen Events lernt man dann womöglich seinen persönlichen Lieblingswein kennen, den man fortan bei diesem Winzer bestellt. Bei Online-Bestellungen fällt eben dieser Genuss weg. Man kann meist nur zwischen Massenmarken entscheiden und nur unter glücklichen Umständen findet man einen Online-Weinanbieter wie vicampo, bei dem man bequem Wein kaufen kann und dessen Vielfalt jeden Geschmack trifft. Insofern ist der Monokelträger vielleicht einfach von einem kleinen Weinhändler angetan und kommt deshalb gar nicht auf den Gedanken seine Vorliebe zu ändern.

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