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So beeinflusst die Schlafzimmereinrichtung die Schlafqualität

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Wer sein Schlafzimmer getreu dem Motto „Nachts sind alle Katzen grau“ nicht gemütlich, ansprechend und schlaffördernd einrichtet, schadet am Ende sich selbst. Die Einrichtung entscheidet mit darüber, ob Sie gut und lange schlafen – oder ob Sie sich unruhig hin und her wälzen und wie gerädert aufwachen. Auch wenn es viele Ursachen für Schlafstörungen gibt: Die selbstgemachten Schlafstörer können Sie ganz sicher entschärfen.

Am wichtigsten ist der Standort des wichtigsten Möbelstücks im Schlafzimmer. Das Bett ist das zentrale Möbelstück. Entweder wird es mit der Kopfseite an die Wand gestellt oder mit der Längsseite. Über die Bett-Aufstellung entscheidet letzten Endes auch die Zimmergröße. Die Frage ist jedoch, ob Sie sich mit der derzeitigen Position des Bettes wirklich gut fühlen. Wer öfter einen steifen Nacken hat, ist möglicherweise Zugluft ausgesetzt. Ein trockener Hals könnte auf eine zu große Nähe zur Heizung schließen lassen. Beides sind Schlafstörer.

Schlafzimmermöbel – harmonisch und beruhigend

Bei vielen haben sich Massivholzbetten für natürlichen Schlaf durchgesetzt. Diese Betten können Sie bei Möbel-Eins finden. Früher bevorzugten die Menschen außerdem eine klassische Schrankwand. Sie erstreckte sich meist über die gesamte Wandbreite. Schrankwände dienten als Kleiderschrank und Wäschetruhe für ein Ehepaar, oft auch als Kofferablage. Heute empfindet man diese Möblierung als zu dicht und optisch erschlagend. Viele Menschen bevorzugen heutzutage eine optisch aufgelockerte und freundliche Möblierung. Die Wohn- und Schlafräume werden nicht mehr überladen.

Die Stauraumfrage muss aber trotzdem gelöst werden. Ein separates Ankleidezimmer, in dem die Kleiderschränke stehen, kann sich nicht jeder leisten. Ein zu spaciger Schlafraum kann auch schnell ungemütlich wirken. Bedürfnisse sind individuell unterschiedlich. Jeder sollte herausfinden, was ihm guttut und was nicht. Optische Unruheherde können schließlich auch mit einem schönen Paravent oder einem Raumteiler aus dem Blickfeld geräumt werden.

Welche Störfaktoren gehören nicht in das Schlafzimmer?

Nichts stört den Schlaf mehr als elektromagnetische Ströme und elektronische Medien. Fernseher, Notebook, Tablet und Smartphone sollten nicht im Schlafzimmer benutzt werden. Schon gar nicht sollten Sie im Schlafzimmer am PC arbeiten. Es ist bekannt, dass die Strahlungsintensität solcher Geräte die Hirnwellen beeinflusst. Zudem sollten Sie alles, was Sie am Tag belastet und beschäftigt hat, hinter der Schlafzimmertüre zurücklassen.

Um körperliche Belastungen durch Elektrosmog zu vermeiden, ist eine Netzfreischaltung im Verteilerkasten geeignet. Diese Gerätschaften ermöglichen es, die Stromspannung nach dem Ausschalten aller angeschlossenen Geräte auf acht bis zwölf Volt herabzusetzen. Die Freischaltung registriert, wenn einer der Lichtschalter betätigt wird. Sobald dass der Fall ist, wird die Stromspannung wieder auf die gewohnten 220 Volt hochgefahren – und alle an den Stromkreis angeschlossenen Geräte sind im Nu betriebsbereit. Fragen Sie einen Elektriker, wann eine Netzabschaltung sinnvoll ist und wann nicht.

Auch das bläuliche Bildschirmlicht ist ein Schlafkiller. Es stört den zirkadianen Rhythmus, der die Schlafbereitschaft steuert. Noch 40 Minuten, nachdem man den Blick vom Bildschirm gewendet hat, wirkt das bläuliche Bildschirmlicht im Organismus nach. Es verzögert die Bildung von Melatonin, dem Schlafhormon. Zudem sind all diese Gerätschaften Staubfänger. Staub trocknet die Atemwege aus. Daher sollte das Schlafzimmer frei von zusätzlichen Staub-Magneten bleiben. Es ist auch so genug Staub in der Atemluft unterwegs.

Laute Farben, zu helles Licht und mangelnde Gemütlichkeit sind ebenfalls nicht schlaffördernd. Ein Laminatboden im Schlafraum mag optisch ansprechend sein. Er ist jedoch ungemütlich und kalt. Zudem zieht er Staub magisch an. Ein heller Wollteppich in Bett-Nähe macht einen Riesenunterschied – und er bindet den Staub. Der Schlafraum sollte in Pastellfarben gestrichen werden und anheimelnd wirken. Pflanzen im Schlafraum dienen als Luftbefeuchter und Luftreiniger. Schimmelsporen sollten sie allerdings nicht verteilen.

Blickdichte Vorhänge dienen als Dekoration und Verdunklungshilfe. Die Schlafqualität steigt und fällt mit der Bildung des Schlafhormons Melatonin. Scheint der Vollmond oder eine Straßenlaterne ins Fenster oder eine flackernde Leuchtreklame gegenüber verhindert die Melatonin-Bildung, sind Schlafstörungen unvermeidbar. Die Schlafzimmerbeleuchtung sollte ebenfalls kein kaltes, weißes Licht beinhalten. Indirektes Licht und der Verzicht auf ein helles Deckenlicht wirken Wunder. Alternativ sollte die Deckenleuchte gedimmt werden können.

Dass die Schlafqualität auch von der Qualität der Matratze und der Bettdecke abhängt, sollte jedem klar sein. Wer hier an Geld spart und eine billige Matratze von Aldi nach Hause schleppt, ist selbst schuld. Leichte Bettdecken mit ausreichendem Wärmeverhalten sind hilfreich. Im Winter können angeraute Flanell-Bettbezüge mehr Wärme spenden, im Sommer Baumwollbezüge den Körper kühlen. Allergiker wählen besser eine synthetische Faser, die milbensicher ist.

Luftbefeuchter sind mit Vorsicht zu genießen. Im Winter, wenn die Heizung läuft, sind sie für Menschen mit belasteten Atemwegen aber unentbehrlich.

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Was macht ein gesund eingerichtetes Schlafzimmer aus?

Naturmaterialien sind das A und O bei der Schlafzimmer-Einrichtung. So schadstofffrei wie möglich, sollte die Einrichtungs-Devise lauten. Je weniger Metall im Schlafgemach vorhanden ist, desto besser.

Metall-Bettrahmen ziehen die elektromagnetische Ströme aus Steckdosen und Elektrogeräten an. Werden so elektromagnetische Felder im Raum erzeugt, wirken diese als Schlafstörer. Lichterketten schaffen zwar ein indirektes Licht von geringer Helligkeit. Sie wirken gemütlich, stören jedoch nachts die Melatonin-Bildung. Ein batteriebetriebener Funkwecker ist gesundheitsverträglicher als ein Radiowecker.

Mancher schwört auf Zirbenholz-Betten oder Raumklima-Verbesserer aus Zirbenholz. Dagegen ist nichts zu sagen, tatsächlich wirkt Zirbenholz beruhigend und schlaffördernd. Es senkt sogar die Herzschlagfrequenz ab. Kissen mit Zirbenspänen besitzen diesen Effekt ebenfalls. Jeder sollte bei der Einrichtung des Schlafzimmers darauf achten, dass Bügelbretter Staubsauger oder anderes, was an Arbeit erinnert, optisch verschwinden. Idealer Aufbewahrungsort für Haushaltsgeräte ist eine Besenkammer oder ein Flurschrank.

Nippes und jede Menge Bücher sind Staubfänger. Sie gehören nicht ins Schlafzimmer. Ein ruhiges, aufgeräumtes Ambiente ist schlaffördernd. Optische Unordnung oder der Blick auf unerledigte Arbeiten stressen den Geist. Jedwede Stolperfalle sollte eliminiert werden. Schon beim Betreten dieses Raumes sollte man sich wohlfühlen. Die Beleuchtung sollte geeignet sein, um den zirkadianen Rhythmus positiv zu beeinflussen. Der zirkadiane Rhythmus ist Teil unserer biologischen Uhr. Sie reguliert unser Schlaf-Wach-Verhalten.

In einem gesunden Schlafzimmer ist es angenehm still. Die Geschäftigkeit des Tages hat hier keinen Platz. Falls eine Straße unter dem Schlafzimmerfenster verläuft, sollten Sie über einen Wechsel des Schlafraums nachdenken. Möglicherweise schlafen Sie dann plötzlich besser. In jedem Fall ist ein kühlerer Raum mit guter Luftqualität die bessere Wahl. Eine feste und stützende Matratze ist generell besser, wenn Sie bereits älter sind. Futons mit atmungsaktiven Kokos-Schichten sind eine gute Alternative zur Matratze.

Kopfkissen, die für Nackenbeschwerden sorgen, sollten umgehend entsorgt werden.

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Auch die Seele möchte berücksichtigt werden

Achten Sie auch auf Mobiliar, dem ungute Erinnerungen anhaften. Wenn das Bett, in dem auch Ihr Ex-Partner geschlafen hat, Sie seelisch belastet, kaufen Sie ein neues. Schlechte und belastete Gefühle sind Schlafkiller. Sie sind in den Auswirkungen auf die Schlafqualität den Schadstoffbelastungen im Mobiliar oder den Textilien im Schlafzimmer ähnlich. Dem Gesetz des Feng Shui zufolge sollte die gesamte Einrichtung der Schlafräume alles harmonisch sein.

Ob man sich nun an diese Erkenntnisse hält oder nicht: Es ist etwas Wahres dran. Ungutes und Störendes gehört nichts ins Schlafzimmer, ganz gleich, was es ist. Innenarchitekten wissen, dass sogar negativ besetzte Kulturgegenstände und Bilder an der Wand latente Verstimmungen auslösen können, die die Schlafqualität mindern. Gruselromane und Thriller, belastete Erinnerungsstücke oder Wandbilder, die keine positiven Emotionen freisetzen, sollten Sie eliminieren oder anderswo unterbringen.

Gleiches gilt für Geräusche, die störend wirken. Man gewöhnt sich zwar irgendwann an laut tickende Wecker oder tropfende Wasserhähne. Manchmal wirken sie sogar einschläfernd. Doch das Bewusstsein schaltet sich nicht vollständig ab. Es registriert das Störgeräusch sehr wohl, auch wenn es sich eher an einmalig auftretenden als an gleichmäßigen Geräuschen stört. Bei ungewohnten Geräuschen ist es alarmiert. Wenn der Familienhund hustet, registriert man es.

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