Hojicha gilt als eine der spannendsten Entdeckungen innerhalb der japanischen Teekultur und erlebt aktuell eine bemerkenswerte Renaissance in internationalen Metropolen. Während der geröstete Grüntee in Japan seit Jahrzehnten fest zum Alltag gehört, findet er nun auch seinen Weg in die Getränkekarten moderner Coffee Bars in New York. Dort wird Hojicha zunehmend als Alternative zu Matcha und Kaffee eingesetzt – bevorzugt in Form von cremigen Lattes oder puristisch servierten Heißgetränken. Besonders Cafés mit Fokus auf Qualität, Herkunft und reduzierten Zucker setzen auf den milden, röstigen Charakter des Tees.
Der Erfolg in New York erklärt sich nicht allein durch Geschmack, sondern durch einen veränderten Umgang mit Koffein. Viele Gäste suchen nach Getränken, die wach machen, ohne nervös zu wirken oder den Schlaf zu beeinträchtigen. Genau hier trifft Hojicha den Zeitgeist. Sein sanftes Aroma mit Anklängen von Kakao und Karamell passt hervorragend zur Handschrift moderner Third-Wave-Coffee-Konzepte. Gleichzeitig fügt er sich mühelos in eine Genusskultur ein, die Wert auf Balance, Handwerk und bewussten Konsum legt. Von dort aus schwappt der Trend nun auch nach Europa.
Was ist Hojicha? Herkunft, Einordnung und Besonderheiten
Hojicha ist ein japanischer Grüntee, der sich durch seine Verarbeitung deutlich von anderen Sorten unterscheidet. Während Sencha oder Matcha ungeröstet bleiben, werden die Blätter für Hojicha bei hohen Temperaturen geröstet. Diese Technik stammt ursprünglich aus Kyoto und wurde entwickelt, um auch ältere Teeblätter und Stängel geschmacklich aufzuwerten. Genau diese Bestandteile bilden bis heute die Basis für Hojicha.
Durch das Rösten verliert der Tee seine grüne Farbe und nimmt eine braune Tönung an. Gleichzeitig verändert sich das Aromaprofil grundlegend. Bitterstoffe treten in den Hintergrund, während süßliche Röstaromen entstehen. Der Name lässt sich sinngemäß als „gerösteter Tee“ übersetzen und beschreibt damit sehr präzise, was Hojicha ausmacht. Trotz seiner Einfachheit besitzt er eine kulturelle Tiefe, die ihn in Japan zu einem festen Bestandteil des Alltags gemacht hat.

Herstellung von Hojicha-Tee – warum Rösten den Unterschied macht
Die Herstellung von Hojicha beginnt zunächst wie bei klassischem Grüntee. Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft, um Oxidation zu verhindern, und anschließend getrocknet. Erst danach folgt der entscheidende Schritt: das Rösten in rotierenden Trommeln. Dabei können Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius erreicht werden. Diese Hitze verändert die chemische Struktur der Blätter und sorgt für die charakteristischen Röstaromen.
Je nach Dauer und Intensität der Röstung variiert das Ergebnis deutlich. Leicht gerösteter Hojicha wirkt weich und mild, stärker geröstete Varianten erinnern an Kakao oder geröstete Nüsse. Für Hojicha Pulver, das häufig für Latte-Varianten genutzt wird, werden die gerösteten Blätter anschließend fein vermahlen. Hochwertiger Hojicha zeichnet sich durch Ausgewogenheit aus. Die Röstung darf dominieren, ohne flach oder verbrannt zu wirken.
Wie schmeckt Hojicha? Mild, warm und überraschend vielschichtig
Der Geschmack von Hojicha überrascht viele, die ihn zum ersten Mal probieren. Statt grasiger oder herber Noten zeigt sich ein warmes, rundes Aromaprofil. Häufig werden Assoziationen zu Schokolade, Karamell oder gerösteten Haselnüssen genannt. Diese Eindrücke entstehen durch die Röstaromen, die beim Erhitzen der Teeblätter freigesetzt werden. Bitterkeit spielt kaum eine Rolle.
Im Vergleich zu Matcha wirkt Hojicha deutlich zurückhaltender. Er fordert keine Gewöhnung, sondern erschließt sich unmittelbar. Genau das macht ihn auch in New Yorker Coffee Bars so beliebt. Dort wird er Gästen angeboten, die Kaffee reduzieren möchten, ohne auf Tiefe im Geschmack zu verzichten. Als purer Tee ebenso wie als Latte entfaltet Hojicha eine ruhige, fast beruhigende Präsenz.
„Hojicha ist ein Tee für Menschen, die Genuss ohne Reizüberflutung suchen. Die Röstaromen wirken vertraut, fast tröstlich.“
Sandra, Redaktion

Warum Hojicha in New Yorker Coffee Bars zum festen Bestandteil wird
In New York zeigt sich seit einigen Jahren ein klarer Wandel in der Kaffeekultur. Neben Espresso und Filterkaffee gewinnen koffeinärmere Alternativen an Bedeutung. Gäste achten stärker auf Verträglichkeit, Schlafqualität und Ausgewogenheit. Hojicha fügt sich nahtlos in diese Entwicklung ein. Sein niedriger Koffeingehalt ermöglicht den Genuss auch am Nachmittag oder Abend.
Zudem passt sein Aromaprofil hervorragend zu den Handschriften moderner Cafés. Hojicha Latte wird dort häufig mit Hafer- oder Mandelmilch serviert, ohne zusätzliche Süße. Der Tee bringt von sich aus genug Tiefe mit. Statt spektakulärer Inszenierung steht Zurückhaltung im Vordergrund. Diese Haltung prägt zunehmend auch den europäischen Markt und erklärt, warum Hojicha als leiser, aber nachhaltiger Trend wahrgenommen wird.
Warum Hojicha als gesund gilt
Hojicha wird nicht nur wegen seines Geschmacks geschätzt, sondern auch wegen seiner Bekömmlichkeit. Durch die Röstung sinkt der Koffeingehalt deutlich. Eine Tasse enthält nur wenige Milligramm Koffein und wirkt daher nicht aufputschend. Gleichzeitig bleibt L-Theanin erhalten, eine Aminosäure, die mit entspannender Wirkung in Verbindung gebracht wird.
Darüber hinaus enthält Hojicha antioxidative Pflanzenstoffe wie Polyphenole. Diese können dazu beitragen, freie Radikale zu neutralisieren. Auch geringe Mengen an Vitaminen wie A, C und E sind enthalten. Studien zu grünem Tee legen nahe, dass regelmäßiger Konsum das geistige Wohlbefinden unterstützen kann. Hojicha verbindet damit Genuss mit einer sanften, ausgleichenden Wirkung.
Hojicha im Vergleich zu Matcha
| Merkmal | Hojicha | Matcha |
|---|---|---|
| Verarbeitung | geröstet | ungeröstet |
| Geschmack | mild, schokoladig | herb, intensiv |
| Koffein | sehr gering | hoch |
| Geeignet am Abend | ja | eher nicht |
| Verwendung als Latte | sehr gut | sehr gut |
Zubereitung von Hojicha und Hojicha Latte
Hojicha lässt sich unkompliziert zubereiten. Loser Tee wird mit heißem, nicht kochendem Wasser aufgegossen und sollte nur kurz ziehen. So bleiben die Aromen weich und ausgewogen. Für moderne Varianten kommt häufig Hojicha Pulver zum Einsatz. Dieses wird ähnlich wie Matcha mit Wasser angerührt oder direkt mit Milch kombiniert.
Der Hojicha Latte ist besonders beliebt. Er wirkt cremig, ohne schwer zu sein, und kommt meist ohne zusätzliche Süßung aus. Auch kalt aufgegossen entfaltet Hojicha seinen Charakter. In Japan wird er traditionell zu Mahlzeiten serviert, da er den Geschmack von Speisen nicht überlagert. Diese Vielseitigkeit macht ihn auch außerhalb klassischer Teerituale attraktiv.
„Als Latte zeigt Hojicha seine größte Stärke: Tiefe ohne Schwere, Wärme ohne Reiz.“
Sandra, Redaktion
Für wen eignet sich Hojicha besonders?
Hojicha eignet sich für Menschen, die bewusst genießen möchten. Durch den niedrigen Koffeingehalt ist er ideal für den späten Nachmittag oder Abend. Auch koffeinsensible Personen greifen gerne zu dieser Sorte. Gleichzeitig spricht er all jene an, die Kaffee mögen, dessen Wirkung aber vermeiden möchten.
In der gehobenen Genusswelt wird Hojicha zunehmend als Alternative zu klassischen Heißgetränken wahrgenommen. Sein ruhiger Charakter passt zu einer Lebensweise, die Qualität über Quantität stellt.
Häufige Fragen zu Hojicha
Was ist Hojicha?
Wie schmeckt Hojicha?
Enthält Hojicha Koffein?
Was ist ein Hojicha Latte?
Ist Hojicha gesund?
Hojicha steht damit exemplarisch für einen Wandel im Umgang mit Genuss. Statt schneller Reize rücken Wärme, Ausgewogenheit und handwerkliche Qualität in den Vordergrund. Der geröstete Grüntee passt in eine Zeit, in der Getränke nicht nur beleben, sondern auch entschleunigen dürfen. Gerade in der Verbindung von Tradition und zeitgemäßer Interpretation zeigt sich seine Stärke. Wer sich intensiver mit solchen stillen Genussmomenten beschäftigt, findet Hojicha dort wieder, wo Kulinarik, Achtsamkeit und feine Alltagskultur zusammentreffen.



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