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Turn Around Aging Konferenz 2026: Warum gesundes Älterwerden kein Zufall ist

Eine Frau spricht auf einer Bühne über gesundes Älterwerden

Gesund älter werden ist kein Zufall. Es ist eine Entscheidung. Für Prävention. Für Wissen. Für bessere Diagnostik. Für einen Lebensstil, der nicht erst beginnt, wenn Beschwerden da sind.

Genau darum ging es bei der 3. Turn Around Aging Konferenz 2026, die am 24. April 2026 im Münchner Künstlerhaus stattfand. Das Veranstalter-Quartett Quintus und Angela Dienst, Johannes von Mallinckrodt und Juana Schwan brachte rund 500 Teilnehmer zusammen, um sich mit einem Thema zu beschäftigen, das längst mehr ist als ein Trend: Healthy Longevity, also die Frage, wie wir nicht nur länger leben, sondern länger gesund, leistungsfähig und selbstbestimmt bleiben können.

Im Mittelpunkt standen die vier Säulen gesunder Lebenszeit: Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System, Gehirngesundheit und Krebsprävention. Ein Tag, der zeigte, wie sehr sich Longevity verändert hat: weg vom exklusiven Nischenthema, hin zu einer gesellschaftlich relevanten Frage unserer Zeit.

Auch die Dimension der Veranstaltung machte deutlich, wie stark das Thema inzwischen gewachsen ist: 30 Referent:innen, 25 führende Longevity- und Präventionsmarken sowie rund 500 Fachleute und Expert:innen kamen zusammen, um sich am Konferenztag und an zwei begleitenden Abenden auszutauschen. Genau dieser Mix aus wissenschaftlicher Tiefe und persönlichem Netzwerk machte die Turn Around Aging Konferenz zu einem der relevanten Longevity-Treffpunkte des Jahres.

Turn Around Aging Konferenz als Fachformat für evidenzbasierte Präventionsmedizin

Noch vor wenigen Jahren war Longevity ein Thema für eine eher kleine, sehr interessierte Community. Heute ist es überall: in Podcasts, Büchern, Kliniken, Retreats, Supplements, Wearables und Biohacking-Konzepten. Genau darin liegt die Chance, aber auch das Risiko, wenn plötzlich jeder zum selbsternannten Longevity-Experten wird.

Denn je größer das Interesse, desto wichtiger wird Orientierung. Was ist wissenschaftlich belastbar? Was ist Marketing? Was ist sinnvoll für den Alltag? Und was klingt nur nach Zukunft, ohne heute wirklich einen gesundheitlichen Mehrwert zu bieten?

Die Turn Around Aging Konferenz setzte genau hier an. Nicht mit Heilsversprechen, sondern mit Einordnung. Nicht mit dem Versprechen ewiger Jugend, sondern mit der realistischeren und viel wichtigeren Frage: Wie lassen sich gesunde Lebensjahre verlängern? Die Veranstalter beschreiben die Konferenz als Fachformat für evidenzbasierte Präventionsmedizin, moderne Diagnostik, Technologie und konkrete Umsetzung.

Das Veranstalter-Quartett Quintus und Angela Dienst, Johannes von Mallinckrodt und Juana Schwan brachte bei der Turn Around Aging Konferenz rund 500 Teilnehmer:innen, 30 Referent:innen und 25 Longevity- und Präventionsmarken zusammen.

Das Veranstalter-Quartett Juana Schwan, Johannes von Mallinckrodt, Quintus und Angela Dienst

Nina Ruge: Zwischen Begeisterung und kritischer Einordnung

Eine zentrale Stimme der Konferenz war erneut Nina Ruge. Die Wissenschaftsjournalistin, Bestsellerautorin und Longevity-Expertin begleitet Turn Around Aging seit Beginn und führte auch in diesem Jahr durch das Programm.

Ihr Anliegen ist klar: Longevity soll nicht in einer exklusiven Blase bleiben. Verlässliches Wissen über gesundes Altern muss breiter zugänglich werden. Gleichzeitig betonte sie, wie wichtig es ist, Hype und Substanz sauber voneinander zu trennen. Gerade im Bereich Forschung, Diagnostik, Supplements und Zukunftsmedizin sei nicht alles, was vielversprechend klingt, automatisch schon reif für die Anwendung.

Besonders spannend: Ruge verwies auf neue Entwicklungen in der schnellen Blutwertdiagnostik sowie auf Konzepte, die Fastenphasen medizinisch und nährstoffbezogen besser begleiten sollen. Damit zeigt sich ein Trend, der die gesamte Longevity-Medizin prägt: Gesundheit wird zunehmend messbarer, individueller und präventiver gedacht.

Nina Ruge selbst begeistert sich derzeit vor allem für zwei Innovationen auf dem Gebiet der Longevity:

„Ein Auslesegerät, welches innerhalb von fünf Minuten die wichtigsten Blutwerte misst, von Vitamin D bis zum Fettstoffwechsel, Diagnostik ohne Arzttermin. Und eine Box, die einen während einer Fastenkur mit allen wichtigen Nährstoffen unterstützt – für gesundes Fasten.“

Nina Ruge bei der 3. Turn Around Aging Konferenz 2026 im Münchner Künstlerhaus: Die Wissenschaftsjournalistin und Longevity-Expertin führte durch das Programm und setzte wichtige Impulse für mehr gesunde Lebensjahre.

3. Turn Around Aging Konferenz 2026 im Münchner Künstlerhaus

Judith Gerlach: Prävention braucht Sichtbarkeit

Auch Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach war vor Ort und eröffnete die Konferenz mit einem Einblick in den bayerischen Masterplan Prävention. Ihr Schwerpunkt: Prävention darf nicht auf dem Papier bleiben. Sie muss sichtbar, verständlich und alltagstauglich werden.

Das ist ein entscheidender Punkt. Denn die beste Präventionsstrategie nützt wenig, wenn sie Menschen nicht erreicht. Plattformen wie Turn Around Aging schaffen genau diesen Raum zwischen Wissenschaft, Politik, Medizin, Wirtschaft und interessierter Öffentlichkeit.

Gerlachs persönlicher Longevity-Tipp fiel wohltuend bodenständig aus: guter Schlaf. Kein spektakulärer Biohack, kein kompliziertes Protokoll, sondern eine der wichtigsten Grundlagen für Regeneration, Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit.

Die vier Säulen gesunder Lebenszeit

Im Zentrum der Konferenz standen vier große Themenbereiche, die moderne Longevity-Medizin zunehmend prägen.

Stoffwechsel
Metabolische Gesundheit ist eine der wichtigsten Grundlagen für gesundes Altern. Insulinresistenz, Muskelmasse, Entzündung, Ernährung und Mikrobiom entscheiden maßgeblich darüber, wie widerstandsfähig der Körper langfristig bleibt.

Herz-Kreislauf-System
Viele kardiovaskuläre Erkrankungen entwickeln sich über Jahre, oft lange bevor Symptome auftreten. Frühe Diagnostik, Lebensstilmedizin und gezieltes Risikomanagement werden deshalb immer wichtiger.

Gehirngesundheit
Mentale Klarheit, Schlaf, Stressregulation, Resilienz und Neuroprotektion sind zentrale Faktoren für Lebensqualität im Alter. Besonders deutlich wurde das in den Beiträgen rund um Demenzprophylaxe und Alzheimer-Forschung.

Krebsprävention
Moderne Krebsprävention bedeutet nicht Angst, sondern Wissen. Genetische Analysen, Früherkennung, Liquid Biopsy und KI-gestützte Screeningverfahren eröffnen neue Möglichkeiten, müssen aber verantwortungsvoll eingeordnet werden.

Wissenschaft, Diagnostik und personalisierte Prävention

Das Programm der Turn Around Aging Konferenz zeigte, wie breit Longevity heute gedacht werden muss. Es ging um Präzisionsmedizin, Alzheimer-Forschung, Altern und Krebs, Supplemente, Adipositas und Insulinresistenz, Biomarker des Alterns, Genetik, Herzvariantenvariabilität (HRV), KI im Gesundheitswesen und Schlafmedizin.

Zu den Referent:innen gehörten unter anderem Prof. Dr. Nisar Peter Malek, Prof. Dr. Christian Haass, Dr. Hanna Heikenwälder, Prof. Dr. Michael Ristow, Prof. Dr. Olaf Hoos, Prof. Elke Holinski-Feder, Dr. Jörg Puchta, Prof. Dr. Henning Wackerhage, Dr. Justus Wolff, Dr. Leonie Kulik und Dr. Michael Feld. Auch Nina Ruge selbst sprach über den Weg von Healthy Longevity hin zu personalisierter präventiver Gesundheitsversorgung.

Damit wurde deutlich: Longevity ist kein einzelnes Produkt, kein einzelnes Laborpanel und keine einzelne Therapie oder die Reduktion auf die Einnahme von Supplements. Es ist ein Zusammenspiel aus Diagnostik, Lebensstil, Medizin, Technologie, mentaler Gesundheit und persönlicher Umsetzung.

Von der Evidenz zur Umsetzung

Ein Satz zog sich wie ein roter Faden durch die Konferenz: Wissen allein reicht nicht.

Viele Menschen wissen, dass Schlaf, Bewegung, Ernährung, Stressregulation und Prävention wichtig sind. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung. Wie schaffe ich Routinen, die bleiben? Welche Werte sollte ich regelmäßig messen lassen? Wann ist Diagnostik sinnvoll? Welche Supplements sind evidenzbasiert? Und wie unterscheide ich seriöse Empfehlungen von schön verpacktem Longevity-Marketing?

Gerade für ein Luxus- und Lifestyle-Publikum ist diese Differenzierung wichtig. Moderner Luxus bedeutet nicht mehr nur Exklusivität, Design oder Reisen. Wahrer Luxus ist zunehmend Gesundheit. Energie. Klarheit. Regeneration. Ein Körper, der mitträgt. Ein Geist, der wach bleibt. Und die Fähigkeit, das eigene Leben möglichst lange selbstbestimmt zu gestalten.

München als Treffpunkt der Longevity-Szene

Das Münchner Künstlerhaus bot dafür den passenden Rahmen: historisch, elegant, zentral und gleichzeitig offen für Zukunftsthemen und perfekte Raum für Wissenschaft, Networking und echten Austausch .

Neben medizinischen Expert:innen waren auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien, PR und Health-Business vor Ort. Unter den Gästen waren unter anderem Nils Behrens, heute CEO von CubeDoc und früher beim Lanserhof, Unternehmer Dr. Cornelius Grupp, PR-Expertinnen Andrea Schoeller und Alexandra von Rehlingen, Prof. Dr. Wolfgang Reitzle, Clemens von Guggenberg sowie Moderatorin und Heilpraktikerin Monika Drexel.

MitoSpehre. The Longevity Hub München

MitoSpehre. The Longevity Hub München bei der Turn Around Aging Konferenz

Longevity beginnt nicht im Alter

Die wichtigste Botschaft der 3. Turn Around Aging Konferenz war vielleicht diese: Gesundes Altern beginnt nicht erst mit 60, 70 oder 80. Es beginnt viel früher. In den täglichen Entscheidungen. Im Umgang mit Schlaf, Ernährung, Bewegung und Stress. In der Bereitschaft, den eigenen Körper besser zu verstehen. Und in einer Medizin, die nicht nur repariert, sondern früher erkennt, begleitet und stärkt.

Longevity ist damit weniger ein Versprechen auf ewige Jugend als ein neuer Blick auf Gesundheit. Wissenschaftlicher. Persönlicher. Präventiver.

Fotos: BrauerPhotos / G. Nitschke

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