Ein Labubu für über 100.000 Euro klingt erstmal übertrieben. Tatsächlich sind solche Preise inzwischen aber Teil des Marktes.
Labubu hat sich in wenigen Jahren vom Nischen-Sammlerstück zu einem globalen Trend entwickelt. Die meisten Figuren bleiben günstig. Einzelne Ausnahmen tauchen jedoch immer wieder bei Auktionen oder im Resale auf – und erreichen dort Summen, die man eher aus dem Kunst- oder Designbereich kennt.
Wenn Ihr Euch fragt, welche Labubu wirklich so teuer sind, lohnt sich ein genauer Blick. Denn der Unterschied zwischen einer normalen Figur und einem fünfstelligen Sammlerstück ist größer, als viele denken.
Entscheidend sind nicht nur Seltenheit oder Design. Auch Größe, Kooperationen und vor allem Nachfrage innerhalb der Community spielen eine Rolle. Gleichzeitig wächst mit dem Interesse auch ein zweiter Markt: Weiterverkäufe, spekulative Preise und Fälschungen.
Dieser Artikel zeigt Euch, welche Labubu aktuell zu den teuersten zählen, wie diese Preise entstehen und worauf Ihr achten solltet, wenn Ihr Euch mit dem Thema beschäftigt.
Kurzüberblick: Labubu Preise & Markt 2026
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Labubu ist damit weniger klassisches Spielzeug als vielmehr ein Sammelprodukt mit eigenem Markt.
Zwischen Spielzeug und Kunstobjekt – Wenn Knappheit sichtbar wird
Der Einstiegspunkt ist das sogenannte Blind-Box-Prinzip. Käufer wissen beim Kauf nicht, welche Figur sie erhalten. Das erzeugt nicht nur Spannung, sondern vor allem Ungleichverteilung. Einige Varianten tauchen deutlich seltener auf als andere, ohne dass das sofort sichtbar ist.
Diese Ungewissheit wird durch limitierte Auflagen verstärkt. Pop Mart steuert bewusst, wie viele Figuren in den Umlauf kommen. Der Effekt ist bekannt: Was schwer zu bekommen ist, wird automatisch interessanter.
Entscheidend ist jedoch der nächste Schritt. Eine Figur wird erst dann wertvoll, wenn sie sichtbar wird. Sammler, Plattformen und mediale Aufmerksamkeit sorgen dafür, dass einzelne Modelle plötzlich eine Bedeutung bekommen, die über das Objekt hinausgeht.

Großformatige Labubu-Figuren vor einem Pop Mart Store zeigen die wachsende Präsenz der Marke im öffentlichen Raum.
Foto von Roméo A. auf Unsplash
Die teuersten Labubu als Ausnahme – und Referenz
Die höchsten Verkaufspreise konzentrieren sich auf wenige, sehr spezielle Modelle. Große Figuren, oft deutlich über einen Meter hoch, spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie wirken nicht mehr wie Sammelobjekte im klassischen Sinn, sondern eher wie Ausstellungsstücke.
In Auktionen wurden einzelne XXL-Labubu bereits für sechsstellige Beträge gehandelt. Solche Verkäufe sind selten, aber sie setzen die Referenz für den gesamten Markt. Ähnlich verhält es sich mit Sondereditionen oder Kooperationen, die bewusst knapp gehalten werden.
Dass diese Preise möglich sind, hängt weniger mit dem Objekt selbst zusammen als mit der Nachfrage, die sich in bestimmten Momenten bündelt. Analysen aus dem internationalen Marktumfeld, etwa von Forbes, beschreiben genau diesen Mechanismus: Aufmerksamkeit und Verfügbarkeit bestimmen den Wert stärker als klassische Kriterien.
Ein Markt, der sich schnell bewegt
Was Labubu von vielen anderen Sammlerbereichen unterscheidet, ist die Geschwindigkeit. Nachfrage entsteht oft kurzfristig, verstärkt durch soziale Plattformen und eine sehr aktive Community.
Das bedeutet auch, dass Preise nicht statisch sind. Sie können innerhalb kurzer Zeit steigen, wenn ein Modell an Sichtbarkeit gewinnt, und ebenso schnell wieder an Dynamik verlieren, wenn sich das Interesse verlagert.
Diese Beweglichkeit macht den Markt interessant, aber auch schwer einschätzbar. Wer sich damit beschäftigt, merkt schnell, dass es weniger um einzelne Figuren geht als um das Zusammenspiel von Angebot, Aufmerksamkeit und Timing.
Wo der Markt angreifbar wird
Mit steigender Nachfrage sind auch die typischen Probleme eines Sammlermarktes sichtbar geworden. Fälschungen gehören inzwischen dazu, vor allem im Online-Handel. Viele Nachbildungen sind auf den ersten Blick überzeugend, unterscheiden sich aber in Material, Verarbeitung oder Details.
Wer sich intensiver damit beschäftigt, stößt zwangsläufig auf die Frage, woran sich ein Original erkennen lässt. Genau dafür lohnt sich ein Blick in den Beitrag Woran erkennt Ihr ein originales Labubu Kuscheltier? So entlarvt Ihr Fakes!, in dem die wichtigsten Merkmale Schritt für Schritt erklärt werden.
Neben Fälschungen spielt auch der Zweitmarkt eine Rolle. Preise im Resale spiegeln nicht immer einen stabilen Wert wider, sondern oft eine momentane Nachfrage. Diese Dynamik gehört zum System, sollte aber mitgedacht werden.
Die spektakulärsten Rekordverkäufe
| Edition & Anlass | Größe / Beschreibung | Verkaufspreis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Vans-Streetwear Edition (eBay) | Graubraun, Hoodie + Vans Sneaker | ca. $10.585 | 125 × Preissteigerung vom Original ~$85 |
| Mint-grüner XXL-Labubu (Beijing Aukt.) | rund 120 cm, limitiert | ca. $170.000 | Größter je verkaufter Labubu (Juni 2025) |
| XXL dunkelbraun (China) | ca. 160 cm, nur 15 Stück weltweit existierend | bis zu $175.000 AUD (~€110.000) | Riesige Figur selten auf Mark |
| Andere limitierte Sondereditionen | diverse Größen und Kooperationen | ~bis $150.000+ | Auktionen mit Premium-Raritäte |
Zwischen Sammlerobjekt und Alltagsprodukt
Die Wahrnehmung von Labubu als Kuscheltier führt häufig zu Missverständnissen. Viele Modelle sind nicht für den täglichen Gebrauch gedacht, sondern für Sammler konzipiert.
Material, Verarbeitung und Preisniveau sprechen eher für ein Objekt, das gesammelt und präsentiert wird. Gerade bei höherpreisigen Figuren stellt sich deshalb auch die Frage, ob sie überhaupt für Kinder geeignet sind. Eine differenzierte Einordnung dazu findet Ihr im Beitrag Ist Labubu für Kinder geeignet? Wir klären auf., der genau diese Aspekte genauer beleuchtet.
Diese Verschiebung in der Nutzung zeigt, wie weit sich Labubu vom ursprünglichen Kontext entfernt hat.

Unterschiedliche Labubu Varianten zeigen, wie stark sich die Figuren über Details und Farben unterscheiden.
Foto von Declan Sun auf Unsplash
Warum der Hype anhält
Dass Labubu auch 2026 weiterhin präsent ist, hängt weniger an einzelnen Figuren als an der Struktur des Marktes. Neue Editionen, internationale Expansion und eine aktive Sammlerszene sorgen dafür, dass das Interesse bestehen bleibt.
Solange diese Faktoren zusammenkommen, bleibt auch die Nachfrage stabil genug, um hohe Preise in einzelnen Fällen zu ermöglichen.
Ob sich diese Entwicklung langfristig fortsetzt, ist offen. Im Moment zeigt sich jedoch, dass Labubu eine Position erreicht hat, die deutlich über den klassischen Spielzeugmarkt hinausgeht.

Labubu wird längst nicht mehr nur gesammelt, sondern zunehmend wie ein Designobjekt inszeniert.
Foto von David Kristianto auf Unsplash

Grischa schreibt über die Welt des modernen Luxus – mit einem besonderen Fokus auf High-End-Technologie, außergewöhnliche Automobile und kulinarische Erlebnisse. Ihn interessieren Produkte, bei denen Ingenieurskunst, Design und Performance auf höchstem Niveau zusammenkommen. Ob leistungsstarke Fahrzeuge, innovative Gadgets oder besondere Gourmet-Adressen: Entscheidend sind für ihn Qualität, Präzision und Charakter. Luxus bedeutet für ihn nicht nur Exklusivität, sondern vor allem Substanz, Handwerk und technische Raffinesse. Mit diesem Blick richtet er seine Aufmerksamkeit auf Entwicklungen, die Stil, Technologie und Genuss auf besondere Weise verbinden.

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