Für einen guten Tropfen ist so manch einer bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Es gibt jedoch offenbar Whisky-Liebhaber, die Zehntausende von Euro für nur eine Flasche bereit sind zu zahlen. So wurde vor kurzem in Edinburgh der bisher höchste Preis für eine Flasche Whisky erzielt.
Konkret ging es um eine Flasche des Glenfiddich Janet Sheed Roberts Reserve. Dieser Whisky reifte 55 Jahre lang in Fässern und wurde erst im November 2011 in Flaschen abgefüllt. Gewidmet ist dieser herausragende Whisky Janet Sheed Roberts. Sie ist mit ihren 110 Jahren nicht nur die älteste Frau Schottlands und wohnt in der Nähe der Glenfiddich Destillerie, sondern ist auch eine Urenkelin von William Grant, dem Gründer der Glenfiddich Destillerie.
Nur elf Flaschen des Glenfiddich Janet Sheed Roberts Reserve sollen jemals verkauft werden. Eine davon erzielte beim Auktionshaus Bonhams in Edinburgh einen stolzen Preis von 46.850 Pfund (über 55.000 Euro)! Damit ist der bisherige Rekordpreis für eine Flasche Whisky fast verdoppelt worden.
Der Kult um Apple hält an und nach dem frühen Tod von Steve Jobs in diesem Jahr natürlich auch um seine Person… So wurde in dieser Woche der Gründungsvertrag der Firma Apple Computer aus dem Jahr 1976 versteigert und erzielte, wie immer bei diesem Unternehmen, einen Rekordpreis.
Im Vorfeld hatten die Experten des Auktionshauses Sotheby’s die Geschäftspapiere auf 100.000 bis 150.000 Dollar geschätzt. Die Bieter schaukelten sich jedoch schnell in die Höhe, so dass am Ende eine Summe von 1,35 Millionen Dollar herauskam.
Bei dem Dokument handelt es sich um ein dreiseitiges Schriftstück, das leicht verknickt ist und natürlich mit einer Schreibmaschine geschrieben wurde. Am 1. April unterschrieben Steven P. Jobs, Steve Wozniak und auch Ronald Wayne, der schon kurz später wieder ausschied. Diese Unterlagen wurden übrigens mit versteigert.
Dass Bilder auf dem Kunstmarkt inzwischen eine Rekordsumme nach der anderen erzielen, ist alles andere als neu und bedarf an dieser Stelle wohl auch keiner extra Erklärung. Zu den Lieblingen der Kunstsammler gehören auch die Bilder des US-Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein.
Erst vor einem Jahr hatte sein berühmtes Bild „Ohhh…Alright“ mit der rothaarigen Dame am Telefon für 42,6 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt. Nun wurde dieser Rekordwert erneut geknackt. Bei Christie’s in New York lag das Spitzengebot für das Bild „I Can See the Whole Room!…and There’s Nobody in It!“ bei sage und schreibe 43,2 Millionen Dollar (umgerechnet rund 31,1 Millionen Euro).
Das Gemälde ist im typischen Comic-Stil gehalten. Zu sehen ist ein Mann, der durch ein Loch in einer Tür oder Ähnlichem in einen dunklen Raum guckt und eben jenen Text in einer Sprechblase von sich gibt, nach dem das Bild benannt ist.
Seit langem gelten unter Sammlern und Kennern private Gegenstände der englischen Königin Queen Victoria als interessante Objekte, die auf Auktionen regelmäßig Rekordsummen erzielen. Genau dies ist nun wieder geschehen, wobei das versteigerte Stück ziemlich pikant ist.
Das Auktionshaus Lyon & Turnbull im schottischen Edinburgh versteigerte Gegenstände aus dem Old Battersea House in London, das im Besitz der Forbes-Familie ist. Unter den Hammer kam so auch eine Unterhose von Queen Victoria, die sie in den 1860er Jahren getragen haben soll. Das Stück aus cremefarbener Seide ist knielang und würde heute wohl eher als „Liebestöter“ bezeichnet werden. Trotzdem zahlte ein anonymer Bieter stolze 9.375 Pfund (rund 11.000 Euro) für die königliche Unterwäsche. Damit erreicht das Objekt den dreifachen Wert des eigentlichen Schätzpreises.
In der Auktion kam desweiteren ein Gemälde unter den Hammer, dass Queen Victoria mit ihrem Diener John Brown zeigt. Dieses brachte 145.250 Pfund ein. 9.000 Pfund zahlte hingegen jemand für ein Bett aus dem Old Battersea House, in dem Liz Taylor während eines Aufenthalts genächtigt hatte.