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Kiton – Der neue Palast der Stoffe

Extravagant werden sie gefertigt, allerdings zeigen sich die Anzüge in schlichtem Glanz. Das italienische Herrenmode-Label Kiton, lässt seine Anzüge nun in einem Palast schneidern. Doch wie kam es zu dieser Entwicklung.

Am 3. Februar war es soweit und Kiton zog in seinen eigenen Palazzo ein. Hier wird man in Zukunft die neuen Kollektionen vorstellen und die private Kundschaft der Marke empfangen. Dies alles in einem edlen und pompösen Ambiente. Kiton-CEO Antonio de Matteis verkündete bereits im November vergangenen Jahres, dass man vorhabe, den im Herzen von Mailand gelegenen Palazzo Ferré zu erwerben. Nun wurde der Palast der Stoffe feierlich mit einer großen Gala eröffnet. Insgesamt 30 Millionen Euro zahlte man für das Gebäude und die folgende Renovierung.Doch diese Summe muss der Herrenausstatter nicht fürchten. Erwirtschaftete man doch allein im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Euro. Dies mag daran liegen, das wahrlich die Creme de la Creme hier ihre Anzüge schneidern lässt. So zählen zum elitären Kundenkreis Berühmtheiten und Staatsmänner aus aller Welt. 1968 gründete Ciro Paone die Marke und machte es sich zum Grundsatz, dass nur Handarbeit der Weg zu wahrer Qualität sei. Bis zum heutigen Tage werden alle Anzüge, ob Maßgeschneidert oder im Geschäft, nur mit Nadel und Faden genäht. Ein paar besonders schöne Exemplare kann man bei Stilwahl bewundern und man erkennt sehr schnell, was sie so einzigartig macht.

Dabei werden nicht nur Anzüge kreiert, sondern auch Schuhe und sogar eine eigene Damenlinie, welche erst vor kurzem ins Leben gerufen wurde, zeugen von der Handwerkskunst des Unternehmens. Das Label gilt auch nach mehr als 40 Jahren immer noch als Geheimtipp. Hierzu trägt auch die Verschwiegenheit des Unternehmens selbst bei, welches nicht die breite Öffentlichkeit sucht. Inzwischen kauft hier jung und alt ein. Eine Generation folgt der Nächsten, so dass man sich auch in Zukunft, um Kundschaft keine Gedanken machen muss.

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