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Der echte „Wolf of Wall Street“

Derzeit sorgt der neue Film von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle, „The Wolf of Wall Street“, für Schlagzeilen. Der Streifen ist ein gutes Beispiel dafür, dass das wahre Leben oft die besten Geschichten schreibt, die so manch einer sicherlich sonst nur der Fantasie eines Hollywood-Drehbuchautoren zutrauen würde. Grund genug sich den echten „Wolf von der Wall Street“ näher anzusehen.

Jordan Belfort heißt der Mann, dessen Lebensgeschichte Hollywood auf die Leinwand gebracht hat. Sein Leben steht wie kaum ein anderes für Gier, krumme Geschäfte, Jetset, Luxus und den tiefen Fall, gleichzeitig aber auch für die Möglichkeit, immer wieder aufzustehen, egal wie tief man am Boden liegt. Belfort wuchs in bürgerlichen Verhältnissen in New York auf. Seine Eltern waren Buchhalter.

Er selbst begann als Börsenmakler an der Wall Street und merkte dabei schnell, dass er mehr wollte. Gemeinsam mit einem Freund gründete er die Scheinfirma Stratton Oakment. In den späten 1980ern und 1990ern wurde dieses Unternehmen zu einer der größten Brokerfirmen der USA mit Geschäften von über einer Milliarde Dollar und Beteiligungen an zahlreichen wichtigen Börsengängen.

Jordan Belfort war im Alter von nur 26 Jahren Multimillionär, was ihm schnell zu Kopf stieg. Er lebte ein ausschweifendes Jetset-Leben zwischen Yachten, Models, Drogen und schnellen Autos. 1998 platzte dann der Traum: Das FBI wurde auf seine Geschäfte aufmerksam und wies ihm Kontakte zur New Yorker Unterwelt nach: „Der Wolf von der Wall Street“ wanderte wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrug ins Gefängnis. Er kooperierte mit dem FBI und bekam daher nur 22 Monate. Das Gefängnis öffnete ihm die Augen: Er bekämpfte seine Drogensucht und schrieb ganz am Boden zwei Bücher über sein Leben, die zu Bestsellern wurden und ihn quasi im öffentlichen Ansehen rehabilitierten. Heute arbeitet er als Motivationscoach in Los Angeles.

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