Pierre Cardin: Haute Couture wie und wann der Designer es möchte

Designer Pierre Cardin gilt mit Paco Rabanne und André Courrèges als Erfinder der futuristischen Mode. Zudem hat er sehr früh sein unternehmerisches Geschick bewiesen und war damit seiner Zeit deutlich voraus: Er war der erste große Modeschöpfer der den heute so gängigen Lizenz- und Kooperationsgedanken einsetzte. So vergab er noch vor allen anderen seinen Namen an andere Lizenznehmer und kreierte die entsprechenden Produkte. So gibt es von Armbanduhren über Essbesteck und Möbel bis hin zu Autos, zahlreiche Produkte unter seinem Namen.

Dass Pierre Cardin auch mit 91 Jahren immer noch eigensinnig und kreativ ist, bewies er in dieser Woche: Er zeigte seine erste Haute Couture Kollektion in Paris seit 1995. Dies geschah natürlich abseits der großen Haute Couture Schauen im Januar und in seinem eigenen Pariser Restaurant Maxim`s.

In der rund 40 Minuten langen Show bekamen die Gäste Mode mit futuristischen Details und geometrischen Schnitten zu sehen. Gelauncht wird die Kollektion unter dem Namen „Maxim’s de Paris“, denn die Rechte an seinem Namen hat der Designer nicht mehr. Dies ist für ihn jedoch eindeutig kein Hinderungsgrund weiterhin im Modegeschäft mitzumischen, aber eben nach seinem eigenen Kopf: Zur Wahl des Zeitpunkts und des Ortes der Show sagte er, dass er seit über 60 Jahren Modenschauen mache und diese nur noch dann veranstalten wolle, wenn er das Gefühl habe, dass der richtige Zeitpunkt dafür ist. Er wolle keine Verpflichtungen mehr eingehen.

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