Quelle: Wikimedia

Münchner Kunstfund: Die Bilder im Netz

Vor einigen Tagen war es die Sensation in der Presse: Es wurde bekannt, dass die Behörden bereits im vergangenen Jahr 1.400 Kunstwerke in einer Münchner Wohnung sichergestellt hatten, die als verschollen galten. Einige Medien sprechen bereits theatralisch vom „Nazi-Schatz“, da es sich um Werke handelt, die dem zugeordnet werden können, was die Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ bezeichneten. Zudem ist unklar, welche Werke jüdischen Familie einst unrechtmäßig abgenommen wurden.

Nun haben die Verantwortlichen eine erste Liste der Bilder ins Netz gestellt, die 25 der 1.400 Werke zeigt. Zu sehen sind diese auf lostart.de. Zu den Bildern gehören Kunstwerke von berühmten Malern wie Otto Dix, Carl Spitzweg, Pablo Picasso oder Marc Chagall.

Der Fall beschäftigt nicht nur die Behörden und die Medien, sondern natürlich auch die Kunstwelt. Einige Museen hatten bereits auf Bilder gehofft, was nach aktuellem Stand jedoch offenbar nicht passieren wird. Experten rechnen damit, dass eventuell einzelne Zivilprozesse zwischen den Vorbesitzern und des aktuellen Besitzers in München anstehen werden. Noch sind die Ermittlungen jedoch in vollem Gange. Die Bilder sollen einen geschätzten Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro haben.

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