Das Papamobil: Mercedes-Benz und der Vatikan

cc by wikimedia/ Broc

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Dem Papst stehen natürlich einige offizielle Staatskarossen zur Verfügung, die eigentlich alle auf den Namen Papamobil hören. Die meisten denken dabei jedoch sicherlich zuerst an den berühmten Wagen mit einem erhöhten Platz für den Papst. Fiel das legendäre Gefährt in den vergangenen Jahrzehnten luxuriös aus, setzt der neue Papst Franziskus auch hier eher auf Bescheidenheit.

Den Begriff Papamobil prägte Johannes Paul II. Er unternahm deutlich mehr Reisen als seine Vorgänger und zeigte sich mehr in der Öffentlichkeit. Auch wenn die Päpste vor ihm zahlreiche Limousinen fuhren, ließen sie sich bei repräsentativen Zwecken auf der „Sedia gestatoria“, einer Art tragbarem Thron, durch die Menschenmenge tragen.

Eine besondere Beziehung herrscht seit fast über 80 Jahren zwischen dem Vatikan und dem Autobauer Mercedes-Benz. Die meisten offiziellen Staatskarossen kamen von Mercedes. Bereits im Jahr 1930 wurde eine Limousine feierlich Papst Pius X. überreicht. Aktuell gibt es rund 60 Papamobile, wobei das bekannteste ein weißes Gefährt ist, das sich durch einen erhöhten Platz für den Papst und meist eine Kuppel auszeichnet. Im Vergleich zu seinen Vorgängern verzichtet Franziskus dabei bisher bewusst komplett auf gepanzerte Scheiben.

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