Caffè Florian in Venedig: Zwischen Kaffeehaus mit Tradition und Sightseeing

cc by wikimedia/ Giovanni Dall'Orto

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Wer Venedig besucht, der möchte in der Regel auch einmal einen Kaffee im berühmten Caffè Florian trinken. Das Kaffeehaus ist nicht nur das älteste Italiens, sondern eindeutig auch eines der berühmtesten auf der ganzen Welt. Während die einen von der einmaligen Atmosphäre schwärmen, halten die anderen die gesalzenen Preise ganz einfach für „Touristen-Nepp“.

Doch egal, wie man es sieht, das Caffè Florian hat Geschichte, die eng mit der Kunst und logischerweise mit Venedig selbst verbunden ist. Hier, direkt am Markusplatz, saßen bereits Goethe, Richard Wagner oder Thomas Mann. Hier entstand die Idee einer regelmäßigen Kunstausstellung, die dann später zur Biennale Venedig wurde.

Eröffnet wurde das Café im Jahr 1720. Zu Beginn hieß es noch „Alla Venezia trionfante“ (auf Deutsch: „Zum triumphierenden Venedig“), doch da sein Besitzer Floriano Francesconi hieß, sagten alle irgendwann nur noch „Wir gehen zu Florian“. Das Kaffeehaus blieb in Familienbesitz, bis schließlich im Jahr 1858 die Besitzer wechselten. Diese behielten den damals schon bekannten Namen bei, aber bauten das Lokal um, so wie man es in weiten Teilen heute noch kennt: mit Goldverzierungen, Gemälden, Spiegeln und Co. Ein Ort mit Geschichte also, der so manch einer Sehenswürdigkeit in Nichts nachsteht!

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