Buch über Wolfgang Beltracchi: „Falsche Bilder – Echtes Geld“

Quelle: galiani.de

Quelle: galiani.de

Dass der internationale Kunstmarkt schon lange Dimensionen angenommen hat, die so manch einem als unbegreiflich erscheinen, ist bekannt. Jedoch denken wohl nur die wenigsten darüber nach, dass überall dort, wo es um Unsummen von Geld geht, Betrüger und dubiose Machenschaften nicht weit sind. Längst hat auch der Kunstmarkt seine ganz eigenen, oft zwielichtigen Mechanismen. So sorgte im vergangenen Herbst der Prozess gegen den sogenannten „Fälscher-Papst“ Wolfgang Beltracchi für Aufsehen.

Beltracchi hatte über Jahrzehnte eine wahre Fälscher-Fabrik betrieben und offenbar unzählige nicht echte Gemälde in Umlauf gebracht. Experten nehmen an, dass davon immer noch einige auf dem Markt sind. Beltracchi selbst verdiente dadurch Millionen und leistete sich ein Leben im Luxus. Schon lange fanden es Experten verwunderlich, dass er nicht schon früher geschnappt wurde. Im Herbst 2011 wurde ihm dann schließlich der Prozess gemacht. Er bekam sechs Jahre Haft, die er zur Zeit im offenen Vollzug absitzt.

Auch hier waren wieder einige Experten empört angesichts der milden Strafe für einen millionen-schweren Betrug. Zudem bekam der Prozess nicht die mediale Aufmerksamkeit wie eigentlich zu erwarten gewesen war… Die beiden Journalisten Stefan Koldehoff und Tobias Timm haben in ihrem nun erschienenen Buch „Falsche Bilder – Echtes Geld“ die Machenschaften Beltracchis näher unter die Lupe genommen und entlarven damit den gesamten Kunstmarkt als eine Art Sumpf. Schon längst seien die Gewinnmargen hier so hoch wie im Waffen- oder Drogenhandel. Ein wirklich empfehlenswertes Buch, für alle, die einmal einen Blick hinter den internationalen Kunsthandel blicken wollen!

GD Star Rating
loading...
Hinterlasse einen Kommentar