Louis Vuitton x Supreme

Unterschiedlicher können Freundschaften nicht sein. Supreme und Vuitton sind ein Paar mit kleinen Schönheitsfehlern. Die neue Co-Branded Kollektion der beiden bringt ihr beider gemeinsames Ziel auf den Punkt – die Leidenschaft für außergewöhnliche Mode. Trotz des erheblichen Altersunterschiedes dieser Kollaboration, sind seine Protagonisten an maximale Innovation gewöhnt. Louis Vuitton, seit 1854 ein Wegbereiter für luxusverwöhnte Kunden schaffte seinen Durchbruch, indem er dem runden Koffer seinen Kampf ansagte. Das Zauberwort hieß: Stapelkoffer! Eine neue Idee war geboren, das stapelbare Gepäckstück. Endlich war es möglich viele persönliche Dinge auf Reisen mit sich zu führen und alles blieb transportabel. Mit einem runden kleinen Koffer undenkbar. Damals eine Revolution – heute oftmals ein Segen, wären wir doch mit ausgesprochen kleinen Koffern ziemlich unglücklich.

Supreme verkörpert hingegen alles, was Vuitton nicht hat – exzessive sportliche Lässigkeit. Erst 1994 gegründet, konzipierte Supreme seine Läden als Drive-In für Skateboarder. Jung und rebellisch sind nicht nur die Kunden, sondern auch das Personal der Kult-Stores. In den Jahren wuchs Supreme zu einer Institution in der Skater-Kultur heran und steht heute wie Vuitton für Innovation, Qualität, Originalität und einen ganz besonderen Style.

Bei der Pariser Fashion Week debütierte die Menswear-Linie von Vuitton und Supreme. Die Herbst/Winter Kollektion schlug ein wie eine Bombe. Trotz diverser Gerüchte überzeugte sie alle ihre Kritiker am Laufsteg. Neugierig zog der Mix aus Skater Punk und traditioneller französischer Luxusmarke alle Blicke auf sich.

Auch wenn es viele nicht glauben konnten – diese Zusammenarbeit ergibt Sinn. Vuitton Styles machen mehr Spaß, wenn sie den Sehnsüchten der jungen Luxus-Konsumenten gerecht werden können. Die vorerst kleine Kollektion von Supreme und Louis Vuitton ist eine Duftnote der interkulturellen Stimmung beider Städte – Paris und New York City. Mit Erfolg avanciert sie zu einer fixen Größe am Designerhimmel und präsentiert neben Kleidung auch Accessoires und Schmuck.

Das ikonische Box-Logo von Supreme ziert eine neue Monogrammvariante von Vuitton Koffern. Dieses Motiv überrascht uns auf unterschiedlichen Stoffen wie japanischem Denim, Fil Coupé oder Tarnjacquard, entweder klassisch oder blass gewaschen in den Farben cognac oder chocolate. Letztere Variante erinnert stark an die originale Monogramm Leinwand Louis Vitton‘s von 1896.

LV bewies mit dieser Kooperation nicht zuletzt eine gehörige Portion Humor, war es doch Supreme, welche das Vuitton Logo für einen Skateboard Druck verwendet hatten und dafür von ihnen verklagt wurden. Calvin Klein erging es ebenso, er verklagte Supreme auch und so ist es etwas ironisch, dass ausgerechnet jetzt Supreme am Schutz seiner Marke interessiert ist.

Es war also nur eine Frage der Zeit bis eine hoch angesehene Luxusmarke wie LVMH das Label anlockt. Immerhin schafft Vuitton seine Artikel im Second-hand Markt so teuer zu verkaufen wie Supreme zum Neupreis. Wichtiger als das Preisschild ist für beide ihre Marken-Identität, denn sie wollen eine uneingeschränkte Akzeptanz zwischen Luxus- und Jugendmarke kreieren.

Eines gelingt dem Skaterparadies perfekt – Produkt-Releases von Supreme lassen selbst Apple vor Neid erblassen. Die riesigen Warteschlangen am „Drop Day“ sind nicht nur ein Phänomen, sondern wir vermuten denselben Hype um die Louis Vuitton x Supreme Kollektion!

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