BeOkinawa

Die geheimnivolle Küche von Okinawa

Die Präfektur Okinawa ist die südlichste Insel Japans. Das Klima ist subtropisch, die Vegetation reich, das Meer azurfarben und der Sandstrand weiß. Die älteren Einwohner hier sprechen noch Uchinaguchi, einen lokalen Dialekt, den die jüngeren, japanisch sprechenden, Bewohner der Insel kaum noch verstehen.
…und von den älteren gibt es in dieser Ecke des Landes mehr als sonst wo auf der Welt.

Wie überall in Japan altern auch die Menschen auf Okinawa optisch vergleichsweise spät und gut. Aber eine durchschnittliche Lebenserwartung von 86 Jahren für Frauen und 78 Jahren für Männer gibt es sonst nirgends.
Da die jüngere Generation, die die westlichen Ernährungsgewohnheiten schon mehr übernommen hat, statistisch dicker und kränker ist als der Rest des Landes, kann die hohe Lebenserwartung nicht von der guten Meeresluft allein kommen.
Der Verdacht, dass die Essgewohnheiten auf der japanischen Insel wohl einfach irgendwie gesünder sind als bei uns liegt nahe.

Bloß was machen Japaner, besonders die Alten auf Okinawa, beim Essen anders als wir?
Sie essen „Hara hachi bu“, also bis sie 80% voll sind.
Pappsatt ist kein erstrebenswerter Zustand in Japan (und wenn wir ehrlich sind eigentlich auch sonst nirgends).
Dass die alten Inselbewohner nicht nur viel Wert auf angemessene Portionen sondern vor allem auch auf gutes Essen legen zeigt sich daran, dass ihr Dialekt ein eigenes Wort dafür kennt: „Kusuimun“.

Traditionelle Zutaten und Gerichte im Test:
Die Serie „Okinawa: A Jorney of Discovery“ geht in der ersten Folge dem kulinarischen Geheimnis des langen Lebens auf den Grund:
Wir treffen Marine, eine französische Foodbloggerin, die von Shogen, ein Guide aus Okinawa, über den Makishi-Markt geführt wird.
Dort gibt es exotische Früchte, Fische, Fleisch aber auch Ohren, Rüssel und Füße zu kaufen. Marine entscheidet sich vorsichtshalber für eine Goya-Melone.
Eine Marktfrau schickt sie weiter zu einem Restaurant nordöstlich des Marktes, wo Mrs Kiyoko Einheimischen und Weltenbummlern die traditionelle Küche Okinawas näher bringt.
Marine und die Restaurantbesitzerin verstehen sich auf Anhieb und bereiten gemeinsam Goya Chanpuru zu, eine regionale Stir-Fry-Spezialität aus Goya, Tofu und Fischflocken.
„Arme Leute Küche“ möchte man meinen, aber allen beteiligten schmeckt es und gesund ist es obendrein.

Zum Abschied verrät die einheimische Köchin der Foodbloggerin noch das Geheimnis der alten Menschen von Okinawa:
* Viel Gemüse in jeder Mahlzeit (niedrige Kaloriendichte und Mikronährstoffe)
* Heilkräuter werden auf der japanischen Insel auch zum Kochen verwenden

Wenn’s weiter nichts ist.
Wir sind dann in der nächsten Apotheke – unseren Gewürzschrank ergänzen.

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