Die neue Generation der Lieferdienste

Gourmet Lieferdienst

Gourmet Lieferdienst

Ob Pizza.de, Lieferando oder Lieferheld – die Gelegenheiten, online Essen zu bestellen, werden immer reichhaltiger. Ein Klick, und schon wird das eigene Heim zur mediterranen Pizzastube oder zum Fünf-Sterne-Restaurant. Doch lohnen sich Lieferdienste wirklich?

Ralf sitzt auf heißen Kohlen: Sein Magen knurrt nach einem langen Arbeitstag. Auch Julia ist gerade erst nach Hause gekommen. Fürs Kochen ist keine Zeit: In einer halben Stunde spielt Ralfs Fußballklub im Fernsehen und Julia hat versprochen, ihre beste Freundin noch heute anzurufen. Schnell noch zur Pommesbude? Bei dem Verkehr kann Ralf die erste Halbzeit wahrscheinlich im Autoradio hören. Also packt Julia spontan ihren Laptop aus und steuert Lieferheld.de an. Schnell die Stadt ausgewählt, das Restaurant ausgesucht, die Speisekarte durchforstet und per Paypal mit einem Klick bezahlt – eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Kaum eine halbe Stunde später steht der Lieferant mit heißer Ware vor der Tür. Das Restaurant freut sich als Klient über ein Plus an Bestellungen – womöglich hätten Ralf und Julia sich sonst bloß ein Brot gemacht …

Im Informationszeitalter sind Informationsbündelungen ein wichtiger Bestandteil. Auf praktisch jede Frage bietet das Internet eine Antwort. Welche italienischen Restaurants gibt es in meiner Stadt? Wer liefert noch zu dieser Uhrzeit? Bei wem bekomme ich rheinischen Sauerbraten? Hier kommen Dienstleistungsunternehmen wie Lieferheld.de ins Spiel: Mit möglichst wenig Rechercheaufwand soll der Kunde in kurzer Zeit alle für ihn wichtigen Informationen herausfiltern, um sich bequem auf das Studieren der Speisekarte konzentrieren zu können. Der Lieferservice für München und Umgebung umfasst mehr als 50 Restaurants von denen bestellt werden kann.

Gegenüber der klassischen Telefonbestellung liegen die Vorteile der Onlinebestellung auf der Hand: Kein Drängeln auf der anderen Seite der Leitung, kein „Was wolltest du noch gleich, Schatz?“, kein hektisches Überprüfen der Gerichte. Auf der anderen Seite dagegen: Ein umfassender Überblick über das gesamte Sortiment verschiedener Restaurants und auch die kurzfristige Möglichkeit, sich doch noch ganz anders zu entscheiden. Die Verbindlichkeit, die man mit einem Anruf eingeht, ist passee – der Kunde bewahrt sich das Höchstmaß an Entscheidungsgewalt.

E-Commerce nennt man so etwas heutzutage. Während Lebensmitteldiscounter online noch nicht so richtig in Tritt kommen wollen, ist der Mahlzeitenlieferdienst per Mausklick gerade durch die Kompatibilität mit Smartphone Apps, die noch mehr Mobilität garantieren, eindeutig eine zukunftsträchtige Angelegenheit.

Hinterfragen sollte man den Nutzen eines solchen Portals vor allem dann, wenn man prinzipiell auch ohne auskommt: Nimmt man den Dienst wirklich wahr oder nutzt man ihn aus Bequemlichkeit? Schließlich bieten viele Restaurants auch selbst einen Online-Bestellservice. Die Provision für einen weiteren Vermittler fiele aus dem Bestellwert heraus, wenn man sein Lieblinkslokal direkt ansteuert.

Wer nicht den Bezug zum Erlebnis des Essengehens verlieren möchte, kann es ja auch mal wieder ganz altmodisch halten und dem Stammchinesen oder –Italiener höchstpersönlich einen Besuch abstatten. Denn in gewisser Weise sind unternehmensunabhängige Essenslieferdienste doch so etwas wie die Digitalisierung einer Digitalisierung. Am besten nimmt man sie in Anspruch, wenn man sie wirklich braucht – wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist, beispielsweise. Oder wenn man etwas Neues ausprobieren will.

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