Swissness-Regel: Streit in der Schweizer Uhrenbranche

cc by wikimedia/ Jpr

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Uhren „Swiss Made“ haben weltweit einen sehr guten Ruf. Aktuell tobt jedoch in der Schweiz genau wegen dieses Prädikats ein heftiger Streit, denn der Nationalrat prüft im Moment, ob die Swissness-Regel nicht verschärft werden könnte. Für große Uhrenmanufakturen wäre dies sicherlich kein Problem, jedoch müssten kleinere und mittlere Unternehmen dann um ihre Existenz fürchten.

Aktuell gilt, dass bei Uhren, die das Prädikat „Swiss Made“ erhalten, das Uhrwerk zu 50 Prozent schweizerisch sein muss. Die neue Regelung sieht jedoch vor, dass um das Prädikat zu erhalten 60 Prozent der Herstellkosten in der Schweiz anfallen müssen. Große Manufakturen können ohne Probleme die teuren Teile direkt in der Schweiz einkaufen, für kleine und mittlere Unternehmen ist jedoch genau dies das Problem.

Ihnen bliebe dann nur übrig entweder im Ausland billigere Teile ein zu kaufen, was den Schweizer Anteil der Herstellkosten erhöht, jedoch massive Abstriche bei der Qualität bedeutet, oder aber man kauft teure Teile in der Schweiz, hält dadurch die Qualität, müsste jedoch mit steigenden Stückkosten kämpfen. Eine Situation, gegen die kleinere und mittlere Uhrenmanufakturen in der Schweiz gerade Sturm laufen. Unterstützt werden sie vom Schweizerischen Gewerbeverband. Mal sehen, ob es hier zu einer fairen Einigung kommen kann.

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